Deutsche Tageszeitung - Alibaba macht 81 Prozent weniger Gewinn im dritten Quartal

Alibaba macht 81 Prozent weniger Gewinn im dritten Quartal


Alibaba macht 81 Prozent weniger Gewinn im dritten Quartal
Alibaba macht 81 Prozent weniger Gewinn im dritten Quartal / Foto: ©

Der chinesische Onlineriese Alibaba hat im vergangenen Quartal einen heftigen Gewinneinbruch erlitten. Unter dem Strich verdiente der Konzern von Juli bis September 5,37 Milliarden Yuan (742 Millionen Euro), 81 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Alibaba machte "gestiegene Investitionen in Schlüsselbereichen" verantwortlich.

Textgröße ändern:

Auch der Umsatz blieb unter den Erwartungen, stieg allerdings im Vorjahresvergleich um 29 Prozent an. Die chinesischen Behörden gehen seit geraumer Zeit gegen eine zu große Marktmacht der Technologiekonzerne des Landes vor und betonen auch Datenschutzbedenken - das dürfte die Geschäftszahlen von Alibaba ebenfalls beeinflusst haben.

Lange Zeit hatte China seine Technologiekonzerne, allen voran Alibaba, als Erfolgsmodell betrachtet. Vor rund einem Jahr begannen jedoch strenge Reglementierungen des Marktes, die vor allem Alibaba zu spüren bekam. So untersagten die Behörden den geplanten riesigen Börsengang von Ant, dem Finanzarm von Alibaba. Außerdem bekam das Unternehmen eine Milliardenstrafe wegen der Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung aufgebrummt.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Klage wegen Rabatt-App von Lidl: Oberlandesgericht erklärt sich für nicht zuständig

Verbraucherschützer haben gegen die Rabatt-App von Lidl geklagt - das Brandenburgische Oberlandesgericht (OLG) wies die Klage am Dienstag allerdings ab. Es sei nicht zuständig, sagte eine Gerichtssprecherin. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte sich auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gestützt - aber "den Regelungszweck Schutz von Verbraucherrechten haben wir hier nicht", sagte die Gerichtssprecherin. (Az UKI 2/25)

Geldvermögen deutscher Haushalte wächst auf 9,9 Billionen Euro - Zunahme aber schwächer

Das Geldvermögen der deutschen Haushalte ist auch im vergangenen Jahr weiter angewachsen - allerdings legte die Summe schwächer zu als im Vorjahr. Laut dem Global Wealth Report der Allianz nahm das Brutto-Geldvermögen der Deutschen 2025 um 4,9 Prozent auf 9,9 Billionen Euro zu. 2024 hatte das Wachstum noch 7,4 Prozent betragen. Anders als weltweit war der Vermögenswachstum in Deutschland "überwiegend spargetrieben", teilte die Allianz am Dienstag mit.

EU-Regeln drücken Geschäftszahlen von Online-Händler Shein

Neue Regeln in der EU für auswärtige Online-Händler haben sich bereits auf die Geschäftszahlen des Fast-Fashion-Anbieters Shein ausgewirkt. Der Umsatz des asiatischen Unternehmens stieg im ersten Halbjahr um magere 1,0 Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar (17,7 Milliarden Euro), wie Shein am Montag in seinem ersten Geschäftsbericht seit dem Börsengang mitteilte. Der Gewinn sackte demnach um 50,4 Prozent auf 538 Millionen Dollar ab.

Präsident von Burkina Faso eröffnet erste Goldraffinerie des Landes

Das westafrikanische Burkina Faso, drittgrößter Produzent von Gold auf dem Kontinent, hat jetzt auch eine Raffinerie, um das Edelmetall selbst weiterzuverarbeiten. Präsident Ibrahim Traoré eröffnete die Raffinerie am Montag in der Hauptstadt Ouagadougou und erklärte, Burkina Faso habe einen "Meilenstein im Streben nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit" erreicht.

Textgröße ändern: