Deutsche Tageszeitung - Krisensitzung zur Zukunft des Stahlwerks Ascoval im Pariser Wirtschaftsministerium

Krisensitzung zur Zukunft des Stahlwerks Ascoval im Pariser Wirtschaftsministerium


Krisensitzung zur Zukunft des Stahlwerks Ascoval im Pariser Wirtschaftsministerium
Krisensitzung zur Zukunft des Stahlwerks Ascoval im Pariser Wirtschaftsministerium / Foto: ©

Nach Berichten über eine teilweise Verlagerung der Aktivitäten des Stahlwerks Ascoval nach Deutschland hat das französische Wirtschaftsministerium für Donnerstagabend eine Krisensitzung einberufen. Dazu seien auch Vertreter des deutschen Unternehmens Saarstahl eingeladen, das vor vier Monaten Ascoval übernommen hatte, hieß es in Ministeriumskreisen. Saarstahl hatte bestätigt, angesichts der hohen Stromkosten eine zeitweise Auslagerung zu erwägen. Das hat in Frankreich für Empörung gesorgt.

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"Ascoval ist ein Beispiel dafür, dass Stahlwerke in Europa emissionsfrei sein können", sagte Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire. Es sei "absurd", die Aktivität "wegen punktuell hoher Strompreise" an deutsche Produktionsstätten auszulagern, die mit Strom aus Kohle versorgt werden, sagte Industrieministerin Agnès Pannier-Runacher.

Nach Informationen von Gewerkschaften sollen 40 Prozent der Produktion vorübergehend nach Deutschland gehen. Le Maire stellte staatliche Hilfen für Ascoval in Aussicht. "Wir arbeiten an Lösungen", sagte er. "Ascoval wird französisch bleiben."

(O.Tatarinov--DTZ)

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