Deutsche Tageszeitung - Nachfrage aus der Wirtschaft nach Bauleistungen weiter hoch

Nachfrage aus der Wirtschaft nach Bauleistungen weiter hoch


Nachfrage aus der Wirtschaft nach Bauleistungen weiter hoch
Nachfrage aus der Wirtschaft nach Bauleistungen weiter hoch / Foto: ©

Die Nachfrage vor allem aus der Wirtschaft nach Bauleistungen bleibt hoch. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe stiegen im September im Vormonatsvergleich um 6,2 Prozent, im Vorjahresvergleich um 8,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Der Branche zufolge sind vor allem Büro-, Fabrik- und Lagergebäude in Planung. Regional gibt es demnach aber große Unterschiede.

Textgröße ändern:

Dem Statistischen Bundesamt zufolge trugen vor allem Großaufträge zur guten Lage im Bauhauptgewerbe im September bei. Der Wert der Aufträge betrug demnach 9,1 Milliarden Euro. Das war der höchste jemals gemessene Wert in einem September - das allerdings vor allem wegen der stark gestiegenen Baupreise.

Seit April erreichte der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe Monat für Monat einen neuen Rekordwert. In den ersten neun Monaten stieg der Wert im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 2,3 Prozent.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erklärte, auch die Aufträge der öffentlichen Hand hätten in den letzten beiden Monaten angezogen. Die meisten Order kommen demnach aber aus der Wirtschaft. Die Auftragseingänge im Wirtschaftshochbau legten demnach im September um 37 Prozent im Vorjahresvergleich zu, im Wirtschaftstiefbau um 26 Prozent - diese Zahlen sind allerdings nicht preisbereinigt.

Die regionalen Unterschiede sind demnach riesig: In Baden-Württemberg legten die Auftragseingänge im Wirtschaftsbau laut ZDB um 207 Prozent zu, in Bayern nur um 1,4 Prozent. Der Grund sind laut Verband Großprojekte.

Bei den Baupreisen sieht der Verband eine leichte Entspannung: Insbesondere bei Stahl- und Holzprodukten scheine der Höhepunkt bei den Einkaufspreisen überschritten, erklärte der Branchenverband.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Deutsche-Bank-Chef: Reformen der Bundesregierung nicht ausreichend und zu langsam

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat die bisherigen Reformen der Bundesregierung als nicht ausreichend und zu langsam kritisiert. Aus seiner Sicht habe die schwarz-rote Koalition "schon erkannt hat, was zu tun ist", sagte Sewing der "Bild am Sonntag". Allerdings glaube er, dass sie "in der Umsetzungsgeschwindigkeit und auch in der Konsequenz" besser werden müsse. "Und wir dürfen uns auch nicht immer auf Kompromisse einlassen", mahnte der Vorstandschef von Deutschlands größtem Kreditinstitut.

CDU-Spitze berät über Reformen und Umgang mit AfD

Die CDU-Spitze berät ab Sonntag in einer zweitägigen Klausurtagung unter anderem über das weitere Vorgehen bei den geplanten Sozialreformen. Zum Auftakt der Präsidiumsklausur im Berliner Konrad-Adenauer-Haus wird Generalsekretärin Franziska Hoppermann am Mittag (12.45 Uhr) ein Presse-Statement abgeben. Es wird erwartet, dass die Regierungspartei sich auch mit den jüngsten Wahlniederlagen auseinandersetzt.

Vier Tote durch Sturm "Isaias" in den USA - Freigabe strategischer Ölreserven

Die Zahl der Todesopfer durch den Sturm "Isaias" im Süden der USA ist auf vier gestiegen. Wie die Behörden der Bundesstaaten Florida und Alabama am Samstag (Ortszeit) mitteilten, starben zwei der Opfer durch auf Häuser gestürzte Bäume. Fast 600.000 Haushalte und Geschäfte im Süden der USA waren infolge des Sturms ohne Strom, wie die Website poweroutage.com auflistete.

Sánchez wirbt um "große progressive Mehrheit" für neue Wohnungspolitik in Spanien

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat bei seinem ersten Wahlkampfauftritt um eine breite Mehrheit im Parlament für eine neue Wohnungspolitik geworben. Mit einer "großen progressiven Mehrheit" könne das Parlament das von seiner linksgerichteten Regierung geplante Maßnahmenpaket gegen die Wohnungskrise umsetzen, sagte Sánchez am Samstag bei einem Auftritt in Dos Hermanas in der Nähe von Sevilla in Andalusien. Es gehe darum, "Kleinvermieter und Mieter vor der Immobilienspekulation zu schützen".

Textgröße ändern: