Deutsche Tageszeitung - Extinction Rebellion blockiert Amazon-Versandzentren in Großbritannien

Extinction Rebellion blockiert Amazon-Versandzentren in Großbritannien


Extinction Rebellion blockiert Amazon-Versandzentren in Großbritannien
Extinction Rebellion blockiert Amazon-Versandzentren in Großbritannien / Foto: ©

Aus Protest gegen den US-Onlinehändler Amazon haben Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion eine Reihe von Versandzentren des Unternehmens in Großbritannien blockiert. Mehrere Dutzend Mitglieder der Umweltschutzorganisation protestierten am Freitag unter anderem vor dem größten Warenlager des Landes im schottischen Dunfermline sowie mehreren weiteren Gebäuden in England, darunter in Newcastle, Manchester und Bristol. Zusammen sind die Zentren laut Extinction Rebellion für rund die Hälfte der Auslieferungen in Großbritannien verantwortlich.

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Es handelte sich der Gruppe zufolge um eine koordinierte globale Protestaktion gegen den Schnäppchentag "Black Friday", bei dem Amazon und weitere Händler zur Rabattschlacht laden. Demnach nahmen die Aktivistinnen und Aktivisten auch Standorte in Deutschland, den USA und den Niederlanden ins Visier. Der Protest diene dazu, die "ausbeuterischen und umweltschädlichen Geschäftspraktiken eines der weltgrößten Konzerne" anzuprangern, erklärte die Gruppe.

Die Aktivisten kamen teils schon in der Nacht zum Freitag zu den Blockadeaktionen und wollten 48 Stunden bleiben, um auf den "verschwenderischen Konsum" durch den "Black Friday" aufmerksam zu machen. Sie versuchten, Lieferfahrzeuge am Wegfahren zu hindern und hielten Spruchbänder und Schilder in den Händen, auf denen sie Amazon vorwarfen, Profiteur der Corona-Pandemie zu sein und Steuern zu hinterziehen.

Amazon selbst erklärte auf Anfrage, das Unternehmen nehme seine Verantwortung "sehr ernst", dazu gehöre auch die Verpflichtung, bis 2040 CO2-neutral zu sein. Zudem biete Amazon "exzellente Löhne und Zusatzleistungen in einer sicheren und modernen Arbeitsumgebung". Auswirkungen auf Kundinnen und Kunden durch die Aktionen erwarte das Unternehmen nicht.

(W.Uljanov--DTZ)

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