Deutsche Tageszeitung - Keime im Keksteig und Blei im Wildfleisch

Keime im Keksteig und Blei im Wildfleisch


Keime im Keksteig und Blei im Wildfleisch
Keime im Keksteig und Blei im Wildfleisch / Foto: ©

Keime im Keksteig, Schwermetalle in pflegenden Gesichtsmasken und Blei in Wildfleisch: Die Lebensmittelkontrolleure in den Bundesländern haben im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Mängel aufgedeckt. Insgesamt kontrollierten die Überwachungsbehörden 368.888 Betriebe und 596.993 Erzeugnisse, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

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Darunter waren 242 Weizenmehl-Proben aus Mühlenbetrieben, die auf sogenannte STEC-Bakterien untersucht wurden. Die Erreger können akute Darmentzündungen verursachen. 22 dieser Proben und damit 9,1 Prozent enthielten die potenziell krankmachenden Bakterien. Keksteig und andere Backwaren sollten daher nicht nur in der Weihnachtsbäckerei, sondern generell möglichst nicht roh verzehrt werden, rät das BVL. Beim Backen werden STEC-Bakterien abgetötet.

In anderen Fällen wurde in 54 von 75 Proben von Wurstwaren mit Wildfleisch Blei nachgewiesen, das waren fast drei Viertel. Die Belastung kann durch bleihaltiger Munition bei der Jagd entstehen. Da Blei schon in geringen Mengen schädlich sein kann, sollten empfindliche Verbrauchergruppen wie Kinder, Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter auf den Verzehr von mit Bleimunition geschossenem Wild verzichten, raten die Verbraucherexperten.

Schwermetalle fanden die Kontrolleure auch in pflegenden Gesichtsmasken. Von hundert untersuchten Masken überschritten mehr als die Hälfte (53 Prozent) die Orientierungswerte für Schwermetalle. Besonders deutlich waren die Belastungen bei Arsen, Blei und Cadmium. Bei Produkten aus dem Onlinehandel war dies häufiger der Fall.

Auch sogenannte Sportlernahrung enthält häufig potentiell gesundheitsgefährdende Substanzen wie Dimethylaminoethanol (DMAE) und Synephrin. Von 87 kontrollierten "Pre-Workout-Boostern" enthielten 39 solche Stoffe (44,8 Prozent), die unter anderem Schlaflosigkeit und Magenschäden verursachen können.

Gute Nachrichten gibt es beim Holzspielzeug. Während in früheren Untersuchungen noch relativ häufig Grenzwerte bei Weichmachern überschritten wurden, lagen im vergangenen Jahr nur drei von 211 Proben darüber. Da sogenannte Phtalate gesundheitsschädlich sein können und Kinder das Spielzeug oft in den Mund nehmen, sind sie in lackiertem Holzspielzeug bis auf eine minimale Konzentration verboten.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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