Deutsche Tageszeitung - Pflegekräfte sollen künftig auch aus indischem Bundesstaat Kerala kommen

Pflegekräfte sollen künftig auch aus indischem Bundesstaat Kerala kommen


Pflegekräfte sollen künftig auch aus indischem Bundesstaat Kerala kommen
Pflegekräfte sollen künftig auch aus indischem Bundesstaat Kerala kommen / Foto: ©

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat mit dem indischen Bundesstaat Kerala eine Vermittlungsabsprache für Pflegefachkräfte unterzeichnet. Mit der Rekrutierung von Fachpersonal im Ausland leiste die Behörde einen Beitrag, benötigte Pflegekräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu finden, erklärte die BA am Donnerstag. Die ersten Rekrutierungen sind demnach für 2022 geplant. Nach einer mehrmonatigen Vorbereitung sollen die ersten Pflegekräfte dann im Jahr 2023 nach Deutschland kommen.

Textgröße ändern:

Laut BA handelt es sich um die zweite Vermittlungsabsprache mit einem Nicht-EU-Staat. Ziel der Vereinbarung ist es, Pflegekräfte für deutsche Krankenhäuser, Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu gewinnen.

Besonders beachtet wurde laut BA bei den Verhandlungen, dass Pflegekräfte nicht in Ländern rekrutiert werden, in denen selbst ein Mangel besteht. Demnach liegt die Anzahl der Pflegekräfte pro Einwohner im Bundesstaat Kerala über dem indischen Landesdurchschnitt und dem entsprechenden Richtwert der Weltgesundheitsorganisation.

Bevor die Pflegekräfte nach Deutschland reisen, sollen sie in ihrem Heimatland auf die Arbeit in Deutschland vorbereitet werden. Laut BA sollen sie vor ihrer Ausreise sprachliche und fachliche Unterstützungsangebote bekommen.

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt in Deutschland laut einem am Mittwoch vorgestellten Pflegereport der Barmer Krankenversicherung stärker als bisher angenommen. Bis zum Jahr 2030 wird es demnach mit insgesamt rund sechs Millionen Pflegebedürftigen mehr als eine Million Betroffene mehr geben als bisher erwartet. Gleichzeitig werden nach vorsichtigen Schätzungen mehr als 180.000 Pflegekräfte fehlen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Industrie mit leichtem Plus beim Auftragseingang - Autobranche legt zu

Die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe haben im Februar etwas mehr Aufträge erhalten. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Januar saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Im Januar hatten die Unternehmen noch ein Minus von 11,1 Prozent bei den Aufträgen verzeichnet. Die "positive Entwicklung" im Februar führte das Bundesamt vor allem auf einen Anstieg von 3,8 Prozent in der Automobilindustrie zurück.

Airline-Verband: Erholung der Treibstoffversorgung und -preise wird Monate dauern

Der internationale Airline-Verband Iata geht davon aus, dass sich die Versorgungslage mit Flugzeugtreibstoff infolge der Waffenruhe in Nahost nur langsam entspannen wird. Es sei schwer zu sagen, wie lange es dauern werde, bis sich die Treibstoffversorgung wieder normalisiere, sagte Iata-Chef Willie Walsh am Mittwoch in Singapur. Aber schnell werde es nicht gehen: "Angesichts der Beeinträchtigungen der Raffineriekapazitäten im Nahen Osten wird es noch Monate dauern, bis die Versorgung wieder das erforderliche Niveau erreicht."

Fahrgastaufkommen in Bussen und Bahnen 2025 stabil

Die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs in Deutschland ist im vergangenen Jahr nicht wesentlich angestiegen. Die Zahl der beförderten Fahrgäste lag bei 11,5 Milliarden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr waren es 11,4 Milliarden.

Erleicherung an den Märkten nach Waffenruhe-Einigung von USA und Iran

Nach der verkündeten Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg herrscht Erleicherung an den Aktien- und Rohstoffmärkten. Die Ölpreise rauschten am Mittwoch nach unten, während weltweit die Aktienkurse stiegen. Der Dax legte zum Handelsbeginn kurzzeitig um fast fünf Prozent auf über 24.000 Punkte zu und pendelte sich anschließend knapp darunter ein. Der Ölpreis sackte im zweistelligen Prozentbereich ab.

Textgröße ändern: