Deutsche Tageszeitung - Erweiterte Corona-Wirtschaftshilfen sollen Weihnachtsmarkt-Unternehmern helfen

Erweiterte Corona-Wirtschaftshilfen sollen Weihnachtsmarkt-Unternehmern helfen


Erweiterte Corona-Wirtschaftshilfen sollen Weihnachtsmarkt-Unternehmern helfen
Erweiterte Corona-Wirtschaftshilfen sollen Weihnachtsmarkt-Unternehmern helfen / Foto: ©

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen sind in mehreren Bundesländern Weihnachtsmärkte abgesagt worden - die davon betroffenen Unternehmen sollen nach Angaben der Bundesregierung nun besser unterstützt werden. Wie Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag nach dem Bund-Länder-Gipfel mitteilten, soll es neben der Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe auch einen "zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss" geben, der sich an Unternehmen richtet, die von der Pandemie "besonders schwer und von Schließungen betroffen sind".

Textgröße ändern:

Dadurch erhielten "insbesondere Unternehmen, die von der Absage von Advents- und Weihnachtsmärkten betroffen sind - etwa Schausteller, Marktleute und private Veranstalter - eine erweiterte Förderung", erklärten die Ministerien. Konkret sollen sie demnach einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 50 Prozent bekommen. Voraussetzung ist, dass sie einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent im Dezember nachweisen.

Einen Eigenkapitalzuschuss zusätzlich zur Fixkostenerstattung hatte es im Rahmen der Corona-Überbrückungshilfen auch schon zuvor gegeben, er war allerdings im Rahmen der sogenannten Überbrückungshilfe III Plus auf maximal 40 Prozent gedeckelt.

Die Überbrückungshilfe III Plus gilt nach Ministeriumsangaben aktuell bis Ende Dezember. Sie soll demnach nun "als Überbrückungshilfe IV bis Ende März 2022 fortgeführt" werden. Damit erhielten Unternehmen "Sicherheit und Unterstützung, wenn sie weiterhin unter coronabedingten Einschränkungen leiden".

In mehreren Bundesländern waren die Weihnachtsmärkte aufgrund der hohen Inzidenzzahlen zuletzt komplett abgesagt worden, darunter in Bayern und in Sachsen. Bund und Länder beschlossen am Donnerstag außerdem, dass Weihnachtsmärkte bundesweit nur noch von Geimpften und Genesenen besucht werden dürfen. Optional kann zusätzlich noch ein aktueller Test verlangt werden.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Frankreichs Regierung stellt Haushaltsentwurf vor

Die französische Regierung will am Donnerstag (ab 08.30 Uhr) ihren Haushaltsentwurf für 2027 vorstellen. Dieser soll dann im Herbst in der Nationalversammlung debattiert werden. Parallel dazu könnte es zu Protesten in der Bevölkerung kommen. Premierminister Sébastien Lecornu hatte bereits Einsparungen in Höhe von 54 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Derzeit steht Frankreich finanziell so schlecht da wie lange nicht.

Erneuter Tankrabatt tritt in Kraft

Am Donnerstag tritt der von der Bundesregierung beschlossene Tankrabatt in Kraft. Bis zum 31. Dezember sinken damit die Steuersätze auf Benzin und Diesel um jeweils rund 17 Cent pro Liter. Hintergrund sind die massiv gestiegenen Preise für Benzin und Diesel, die durch die Verwerfungen auf den Ölmärkten wegen des Iran-Kriegs deutlich in die Höhe geschnellt sind. Veranschlagt werden für die Maßnahme 2,5 Milliarden Euro.

Trump droht früherem Fed-Chef Powell mit neuen Ermittlungen

US-Präsident Donald Trump hat dem früheren Zentralbankchef Jerome Powell mit neuen strafrechtlichen Ermittlungen gedroht - obwohl staatliche Aufseher Trumps Betrugsvorwürfe entkräftet haben. Powell müsse wegen "Korruption oder Unfähigkeit" verklagt werden, schrieb der Präsident am Mittwoch in einer langen Botschaft in seinem Onlinedienst Truth Social. Trump hatte Powell überzogene Kosten bei der Renovierung des Zentralbankgebäudes in Washington unterstellt.

Israel: Flydubai-Maschine entgeht laut Regierung knapp einem Terroranschlag

Ein Linienflugzeug der Fluggesellschaft Flydubai ist auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv nach Einschätzung der israelischen Regierung knapp einem Terroranschlag entgangen. Der Copilot habe den Piloten niedergestochen und versucht, das Flugzeug mit 174 Passagieren an Bord zum Absturz zu bringen, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem "versuchten dschihadistischen Terroranschlag", Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) von einem "versuchten Entführungsfall".

Textgröße ändern: