Deutsche Tageszeitung - Chinesischer Fahrdienstleister Didi zieht sich von US-Börse zurück

Chinesischer Fahrdienstleister Didi zieht sich von US-Börse zurück


Chinesischer Fahrdienstleister Didi zieht sich von US-Börse zurück
Chinesischer Fahrdienstleister Didi zieht sich von US-Börse zurück / Foto: ©

Der chinesische Fahrdienstleister Didi hat nur fünf Monate nach dem Börsengang seinen sofortigen Rückzug von der New Yorker Börse angekündigt. "Nach reiflicher Überlegung hat das Unternehmen den Prozess eingeleitet, die Notierung an der New Yorker Börse mit sofortiger Wirkung aufzugeben", teilte Didi Chuxing am Freitag mit. Stattdessen werde eine Börsennotierung in Hongkong vorbereitet.

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Didi, das in seinem Heimatmarkt China den Markt für Fahrdienstleister dominiert, war Ende Juni an die New Yorker Börse gegangen. Die Firma hatte damals 4,4 Milliarden US-Dollar (3,7 Milliarden Euro) eingenommen. Der Börsengang hatte allerdings der Unmut der politischen Führung in Peking auf sich gezogen. Peking hatte eine Notierung im Ausland vor dem Hintergrund der starken Spannungen mit Washington nicht befürwortet.

Mit der Begründung, dass sensible Daten in die USA transferiert werden könnten, leiteten die chinesischen Behörden eine Untersuchung gegen Didi ein. Der Aktienwert von Didi hat seit seinem Börsengang 45 Prozent verloren.

Der Rückzug kam zudem nur wenige Stunden nach der Verabschiedung strengerer Regeln in den USA für ausländische Unternehmen, die dort an der Börse notiert sind. Die US-Börsenaufsicht SEC ist nun berechtigt, Unternehmen von der Börse zu nehmen, die ihre Abschlüsse nicht von einem zugelassenen Unternehmen prüfen lassen. Unternehmen auf dem chinesischen Festland und in Hongkong unterwerfen sich diesem Verfahren üblicherweise nicht.

fml

(O.Tatarinov--DTZ)

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