Deutsche Tageszeitung - Mehrheit der Betriebe sieht keine schlechtere Produktivität durch Homeoffice

Mehrheit der Betriebe sieht keine schlechtere Produktivität durch Homeoffice


Mehrheit der Betriebe sieht keine schlechtere Produktivität durch Homeoffice
Mehrheit der Betriebe sieht keine schlechtere Produktivität durch Homeoffice / Foto: ©

Die Mehrheit der Betriebe mit Beschäftigten im Homeoffice wegen der Corona-Pandemie sieht laut einer Umfrage keine Verschlechterung der Produktivität durch die veränderte Arbeitssituation. Wie eine Befragung durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab, sind rund 60 Prozent der Betriebe mit mindestens einem Homeoffice-Beschäftigten der Ansicht, dass das Arbeiten außerhalb des Unternehmens meist keine Auswirkungen auf die Produktivität der Beschäftigten hat.

Textgröße ändern:

Wie das zur Bundesagentur für Arbeit gehörende Institut am Freitag weiter mitteilte, bewerten 22 Prozent der befragten Betriebe die Auswirkungen auf die Produktivität sogar als positiv. 13 Prozent gaben dagegen in der Umfrage an, dass sich die Produktivität durch Homeoffice verschlechtert habe. In der nach IAB-Angaben repräsentativen Erhebung werden monatlich 1500 bis 2000 Firmen zur Corona-Krise befragt, die jüngste Studie fand von Anfang bis Mitte November statt.

Seit Beginn der Pandemie bewerteten demnach zuletzt gut 40 Prozent der von Homeoffice betroffenen Betriebe ihre Erfahrungen damit als sehr oder eher positiv und 17 Prozent als negativ. Abstriche machten die Firmen allerdings hinsichtlich der Folgen für die Kommunikation im Betrieb.

So gaben 70 Prozent der Großbetriebe mit 250 und mehr Beschäftigten an, die Ausweitung des Homeoffice-Angebots habe den Austausch zwischen den Beschäftigten beeinträchtigt. Bei Kleinstbetrieben mit unter zehn Beschäftigten trifft das hingegen nur auf knapp 30 Prozent zu.

Bei der Kommunikation zwischen Beschäftigten und Führungskräften und bei der Anleitung und Einarbeitung von neuen Kolleginnen und Kollegen nehmen jeweils knapp 50 Prozent der Großbetriebe eine Verschlechterung durch das Homeoffice wahr. Bei Kleinstbetrieben sind es jeweils nur rund 20 Prozent. "Dies zeigt, dass Betriebe persönliche Interaktionen vor Ort als wichtigen Bestandteil der Arbeit einschätzen, die sich nicht eins zu eins durch virtuelle Kommunikation ersetzen lassen, vor allem bei neu eingestellten Beschäftigten", erklärte IAB-Direktor Bernd Fitzenberger.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Industrie mit leichtem Plus beim Auftragseingang - Autobranche legt zu

Die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe haben im Februar etwas mehr Aufträge erhalten. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Januar saison- und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Im Januar hatten die Unternehmen noch ein Minus von 11,1 Prozent bei den Aufträgen verzeichnet. Die "positive Entwicklung" im Februar führte das Bundesamt vor allem auf einen Anstieg von 3,8 Prozent in der Automobilindustrie zurück.

Airline-Verband: Erholung der Treibstoffversorgung und -preise wird Monate dauern

Der internationale Airline-Verband Iata geht davon aus, dass sich die Versorgungslage mit Flugzeugtreibstoff infolge der Waffenruhe in Nahost nur langsam entspannen wird. Es sei schwer zu sagen, wie lange es dauern werde, bis sich die Treibstoffversorgung wieder normalisiere, sagte Iata-Chef Willie Walsh am Mittwoch in Singapur. Aber schnell werde es nicht gehen: "Angesichts der Beeinträchtigungen der Raffineriekapazitäten im Nahen Osten wird es noch Monate dauern, bis die Versorgung wieder das erforderliche Niveau erreicht."

Fahrgastaufkommen in Bussen und Bahnen 2025 stabil

Die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs in Deutschland ist im vergangenen Jahr nicht wesentlich angestiegen. Die Zahl der beförderten Fahrgäste lag bei 11,5 Milliarden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr waren es 11,4 Milliarden.

Erleicherung an den Märkten nach Waffenruhe-Einigung von USA und Iran

Nach der verkündeten Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg herrscht Erleicherung an den Aktien- und Rohstoffmärkten. Die Ölpreise rauschten am Mittwoch nach unten, während weltweit die Aktienkurse stiegen. Der Dax legte zum Handelsbeginn kurzzeitig um fast fünf Prozent auf über 24.000 Punkte zu und pendelte sich anschließend knapp darunter ein. Der Ölpreis sackte im zweistelligen Prozentbereich ab.

Textgröße ändern: