Deutsche Tageszeitung - Schleppendes Weihnachtsgeschäft: HDE fordert Nachbesserungen bei Kurzarbeitergeld

Schleppendes Weihnachtsgeschäft: HDE fordert Nachbesserungen bei Kurzarbeitergeld


Schleppendes Weihnachtsgeschäft: HDE fordert Nachbesserungen bei Kurzarbeitergeld
Schleppendes Weihnachtsgeschäft: HDE fordert Nachbesserungen bei Kurzarbeitergeld / Foto: ©

In vielen Geschäften bleiben wegen der 2G-Regel die Kunden aus: Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel läuft laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) schleppend. "Deshalb brauchen wir dringend schon heute die Verlängerung der Regelung zur vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit über das Jahresende hinaus", forderte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Donnerstag. Die Regelung müsse mindestens bis Ende März 2022 verlängert werden.

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Ohne eine vollständige Erstattung der Beiträge kämen insbesondere auf Betriebe mit vielen Beschäftigten "kaum zu bewältigende Belastungen zu", erklärte der HDE weiter. Sollte die Regelung nicht verlängert werden, so könnten die vollständigen Beiträge nur noch bis zum Jahresende erstattet werden. "Das reicht in zeitlicher Hinsicht für die Branche leider nicht aus, da uns mit Blick auf die Pandemie und die aktuelle 2G-Regelung wohl noch schwere Wintermonate bevorstehen", erklärte Genth weiter.

Sollte die Regelung nicht verlängert werden, so könnten ab dem neuen Jahr nur noch 50 Prozent der Beiträge zurückerstattet werden. Auch die zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten im Minijob müssten verlängert werden, forderte der HDE weiter. Mit diesem Schritt habe die Politik "in den letzten Corona-Wellen sehr unbürokratisch viel Positives bewirkt".

Nötig sei außerdem eine Entfristung der aktuell gültigen Verordnungsermächtigung - denn sollte diese auslaufen, müsste sie in einem zeitaufwendigen parlamentarischen Verfahren neu beschlossen werden, warnte der HDE. Dies koste "unnötig Zeit und gefährde damit Arbeitsplätze".

Die hohe Inzidenz belastet das Weihnachtsgeschäft laut einer HDE-Umfrage aus der ersten Dezemberwoche deutlich. Zwei Drittel der Händler waren demnach mit dem Verlauf ihrer Geschäfte zu Beginn der Weihnachtssaison unzufrieden. 77 Prozent der Händler äußerten mit Blick auf die nächsten Wochen außerdem negative Erwartungen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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