Deutsche Tageszeitung - Schäden durch Naturkatastrophen erreichen 221 Milliarden Euro weltweit

Schäden durch Naturkatastrophen erreichen 221 Milliarden Euro weltweit


Schäden durch Naturkatastrophen erreichen 221 Milliarden Euro weltweit
Schäden durch Naturkatastrophen erreichen 221 Milliarden Euro weltweit / Foto: ©

Naturkatastrophen haben in diesem Jahr weltweit Schäden von geschätzt 250 Milliarden Dollar (221 Milliarden Euro) angerichtet. Extreme Wetterereignisse wie tiefer Winterfrost, Überschwemmungen, schwere Gewitter, Hitzewellen und ein schwerer Hurrikan führten zu versicherten Schäden von geschätzt 105 Milliarden Dollar, wie der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re am Dienstag mitteilte. Das sei die vierthöchste Summe seit 1970.

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Im Vergleich zu 2020 stiegen die Schäden insgesamt um fast ein Viertel (24 Prozent). Teuerste Naturkatastrophe war in diesem Jahr Hurrikan "Ida", der ab Ende August im Bundesstaat Louisiana am Golf von Mexiko im Süden der USA auf Land getroffen war und schwere Verwüstungen angerichtet hatte. In den nordöstlichen Regionen des Landes löste der Sturm dann Überschwemmungen und Sturmfluten aus; betroffen davon war unter anderem die Metropole New York.

Zweitteuerste Katastrophe war der Wintersturm "Uri" - ebenfalls in den USA. Er brachte extreme Kälte, starken Schneefall und Eisbildung, insbesondere im Staat Texas, wo das Stromnetz aufgrund von Frostbedingungen mehrfach ausfiel.

Das teuerste Ereignis in Europa waren die Überschwemmungen im Juli in Deutschland, Belgien und angrenzenden Ländern, die wirtschaftliche Schäden von über 40 Milliarden Dollar anrichteten. "Dies deutet auf eine noch sehr große Hochwasserschutzlücke in Europa hin", erklärte Swiss Re. Die Überschwemmung sei die teuerste Naturkatastrophe für die Region seit 1970 gewesen und nach der Flut in Thailand 2011 die zweithöchste der Welt.

"2021 übertrafen die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen erneut den zehnjährigen Durchschnitt der letzten Jahre und setzten damit den Trend einer jährlichen Zunahme der Schäden um fünf bis sechs Prozent der letzten Jahrzehnte fort", erklärte Martin Bertogg von Swiss Re. "Es scheint zur Normalität geworden zu sein, dass jedes Jahr mindestens ein sekundäres Gefahrenereignis wie eine schwere Überschwemmung, ein Wintersturm oder ein Waldbrand Schäden von mehr als zehn Milliarden US-Dollar verursacht."

(W.Uljanov--DTZ)

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