Deutsche Tageszeitung - Schlichtungsstelle für Personenverkehr verzeichnet deutlichen Beschwerderückgang

Schlichtungsstelle für Personenverkehr verzeichnet deutlichen Beschwerderückgang


Schlichtungsstelle für Personenverkehr verzeichnet deutlichen Beschwerderückgang
Schlichtungsstelle für Personenverkehr verzeichnet deutlichen Beschwerderückgang / Foto: ©

Die Schlichtungsstelle für den Öffentlichen Personenverkehr (SÖP) hat im laufenden Jahr einen deutlichen Rückgang der Beschwerden von Verbrauchern verzeichnet. "Bis Anfang Dezember 2021 gingen in Summe rund 14.500 Schlichtungsanträge bei der SÖP ein, rund 63 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres", erklärte SÖP-Geschäftsführerin Sabine Cofalla am Mittwoch. Zuerst hatte das "Handelsblatt" berichtet.

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Im Jahr 2020 war es demnach auf Grund der Corona-Pandemie zu vielen kurzfristigen Annullierungen von Reisen gekommen, die Schlichtungsstelle verzeichnete deshalb eine hohe Anzahl von Anträgen. Der Rückgang im laufenden Jahr ist laut Cofalla auf zwei Faktoren zurückzuführen: Reisende und Verkehrsunternehmen haben sich inzwischen auf die Rahmenbedingungen der Pandemie eingestellt. Außerdem wurden 2021 insgesamt weniger Reisen gebucht.

Am meisten Beschwerden von Seiten der Verbraucher gab es bei Flugreisen: 78 Prozent der Schlichtungsanträge fielen in diesen Bereich, 2020 waren es 84 Prozent. 70 Prozent der Schlichtungsanträge im Flugbereich im Jahr 2021 bezogen sich laut SÖP auf pandemiebedingte Probleme. Insbesondere die Rückerstattung von Ticketpreise bei annullierten Flugreisen bereitete den Verbrauchern Ärger.

Neben Flugreisen bezogen sich rund 15 Prozent der Beschwerden auf Bahnreisen, ein kleinerer Anteil von knapp fünf Prozent entfiel auf Reisen mit dem öffentlichen Nahverkehr. Die Schlichtungsquote lag indes weiter hoch: 80 Prozent aller Fälle konnten laut SÖP im Einvernehmen geklärt werden.

(W.Uljanov--DTZ)

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