Deutsche Tageszeitung - Bafin verdonnert Deutsche Bank zu Millionengeldbuße

Bafin verdonnert Deutsche Bank zu Millionengeldbuße


Bafin verdonnert Deutsche Bank zu Millionengeldbuße
Bafin verdonnert Deutsche Bank zu Millionengeldbuße / Foto: ©

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat die Deutsche Bank zu einem Bußgeld in Höhe von 8,66 Millionen Euro verdonnert. Zur Begründung verwies die Finanzaufsicht am Mittwoch auf Verstöße der Bank gegen die Referenzwerte-Verordnung: Deutschlands größtes Geldhaus habe es "zeitweise" versäumt, Präventivmaßnahmen gegen die Manipulation des Zinssatzes Euribor umzusetzen.

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Euribor bedeutet Euro Interbank Offered Rate. Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Zinssatz, zu dem Banken einander Anleihen in Euro gewähren. Der Wert wird täglich neu festgesetzt.

Die Referenzwerte-Verordnung soll valide Werte sicherstellen und Manipulationen verhindern - dazu verpflichtet sie beispielsweise Institute wie die Deutsche Bank, wirksame Systeme und Kontrollen vorzuhalten. Verstöße gegen die Referenzwerte-Verordnung können mit einer Geldbuße von bis zu zehn Prozent des Gesamtumsatzes geahndet werden. Gegen den Bußgeldbescheid der Bafin kann die Bank Einspruch einlegen.

Die Bank erklärte auf Anfrage, sie habe "keine Anhaltspunkte dafür", dass der fragliche Sachverhalt, der zu der Geldbuße führte, zu einer "fehlerhaften Meldung an den Administrator des Referenzwertes geführt hat". Die Deutsche Bank habe gleichwohl Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Kontrollen umgesetzt.

"Es hat für uns weiterhin oberste Priorität, mögliche Schwachstellen in den Kontrollprozessen zu erkennen und zu beheben", teilte die Bank mit. Sie akzeptiere das festgesetzte Bußgeld als Folge einer Verständigung mit der Bafin und schaffe damit "abschließende Rechtssicherheit".

(W.Budayev--DTZ)

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