Deutsche Tageszeitung - Krankenkasse DAK: Fehlzeiten der Beschäftigten leicht gesunken

Krankenkasse DAK: Fehlzeiten der Beschäftigten leicht gesunken


Krankenkasse DAK: Fehlzeiten der Beschäftigten leicht gesunken
Krankenkasse DAK: Fehlzeiten der Beschäftigten leicht gesunken / Foto: ©

Im zweiten Pandemie-Jahr sind die krankheitsbedingten Fehlzeiten der Beschäftigten in Deutschland leicht gesunken. 2021 lag der Krankenstand mit vier Prozent um 0,1 Punkte unter dem Vorjahresniveau, wie eine am Montag veröffentlichte Analyse der DAK-Gesundheit ergab. Dafür wurden die Daten von rund 2,4 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten in ganz Deutschland ausgewertet. Atemwegserkrankungen gingen demnach stark zurück.

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Kamen vor der Pandemie auf 100 Versicherte noch rund 221 Fehltage wegen einer Erkrankung der Atemwege, waren es 2021 nur noch 146 Tage – ein Drittel weniger. Gleichzeitig stiegen Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen weiter an. Sie erreichten mit 276 Fehltagen je 100 Versicherten einen neuen Höchststand. Allein Depressionen verursachten davon 108 Tage.

Die meisten Fehltage gab es allerdings wegen Rückenschmerzen oder anderer Muskel-Skelett-Probleme. Mehr als ein Fünftel des Arbeitsausfalls ließ sich damit begründen. Den stärksten Anstieg bei diesen Fehltagen gegenüber der Zeit vor Corona hatten laut Analyse Erzieherinnen und Erzieher mit einem Plus von 13 Prozent.

Auch beim Klinikpersonal - plus sieben Prozent - und in der Altenpflege mit einem Plus von fünf Prozent gingen die Fehltage wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen weiter hoch. Bestätigte Corona-Infektionen spielten mit rund 19 Fehltagen je 100 Versicherte hingegen insgesamt nur eine geringe Rolle.

"Bisher ist der Krankenstand in der Pandemie erfreulicherweise nicht gestiegen", erklärte Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Das liege an dem "extrem niedrigen Niveau" der Atemwegserkrankungen.

"Alarmierend" seien allerdings die weiter steigenden Fehlzeiten bei den psychischen Erkrankungen. "In der Corona-Pandemie fühlen sich viele Menschen gestresst und stehen unter Anspannung", so Storm. Das führe offensichtlich zu einer Zunahme von Fehltagen wegen Rückenschmerzen und bestimmten psychischen Diagnosen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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