Deutsche Tageszeitung - Ölpreis steigt wegen Ukraine-Konflikt erstmals seit Jahren auf über 100 Dollar

Ölpreis steigt wegen Ukraine-Konflikt erstmals seit Jahren auf über 100 Dollar


Ölpreis steigt wegen Ukraine-Konflikt erstmals seit Jahren auf über 100 Dollar
Ölpreis steigt wegen Ukraine-Konflikt erstmals seit Jahren auf über 100 Dollar / Foto: ©

Nach der Ankündigung einer russischen "Militäroperation" in der Ukraine ist der Preis für ein Barrel Öl in der Nacht zum Donnerstag erstmals seit mehr als sieben Jahren auf über 100 Dollar (89 Euro) gestiegen. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent stieg an den asiatischen Märkten auf 100,04 Dollar. Die Börse in Hongkong stürzte als Reaktion auf die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin um mehr als drei Prozent ab.

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Putin hatte zuvor in einer nächtlichen Fernsehansprache eine "Militäroperation" in der Ukraine angekündigt. "Ich habe die Entscheidung für eine Militäroperation getroffen." Putin forderte das ukrainische Militär auf, "die Waffen niederzulegen", und drohte für jegliche Einmischung in den russischen Einsatz Vergeltung an. Unmittelbar nach der Ankündigung waren in mehreren Städten der Ukraine Explosionen zu hören, darunter die Hauptstadt Kiew sowie die Hafenstädte Mariupol und Odessa.

US-Präsident Joe Biden verurteilte den russischen Militärangriff auf die Ukraine scharf und drohte der Regierung in Moskau mit Konsequenzen. Der US-Präsident sprach in der Nacht auf Donnerstag von einem "unprovozierten und ungerechtfertigten Angriff" auf die Ukraine. "Präsident (Wladimir) Putin hat sich für einen vorsätzlichen Krieg entschieden, der zu einem katastrophalen Verlust an Leben und zu menschlichem Leid führen wird."

Am Mittwochabend hatte der Kreml erklärt, die Separatisten in der Ostukraine hätten Russland um "Hilfe" bei "der Zurückschlagung der Aggression" der ukrainischen Armee gebeten. Russland hatte am Montag die selbsternannten "Volksrepubliken" der pro-russischen Separatisten in der Ostukraine als unabhängig anerkannt. Der Westen sieht darin einen klaren Bruch des Völkerrechts.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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