Deutsche Tageszeitung - Bürgermeisterin von Schwedt erleichtert über Ausnahmen bei Öl-Embargo

Bürgermeisterin von Schwedt erleichtert über Ausnahmen bei Öl-Embargo


Bürgermeisterin von Schwedt erleichtert über Ausnahmen bei Öl-Embargo
Bürgermeisterin von Schwedt erleichtert über Ausnahmen bei Öl-Embargo / Foto: © AFP

Die Bürgermeistern der brandenburgischen Stadt Schwedt, Annekathrin Hoppe (SPD), hat sich angesichts des Kompromisses für ein Öl-Embargo erleichtert gezeigt. "Solange das Öl zu uns kommt, solange wir das russische Öl verarbeiten dürfen hier in Schwedt, ändert sich nichts, und noch läuft alles", sagte Hoppe am Dienstag im Gespräch mit dem "Bayerischen Rundfunk". Die PCK-Raffinerie in Schwedt produziert einen Großteil der Erdölprodukte für Ostdeutschland.

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"Die Möglichkeiten, die jetzt seit der letzten Nacht für Deutschland bestehen, die könnte man, wenn man sie nutzt, auch in Schwedt dafür nutzen, dass wir einen längeren Übergangszeitraum für den Ausstieg aus der Rohölverarbeitung haben", sagte Hoppe weiter.

In Schwedt endet die Druschba-Pipeline für russisches Öl, von dort werden große Teile vor allem Ostdeutschlands mit Ölprodukten versorgt. Die Raffinerie gehört dem russischen Konzern Rosneft und ist der wichtigste Lieferant für Mineralölerzeugnisse im Raum Berlin-Brandenburg. Laut der Gewerkschaft IGBCE arbeiten rund 1200 Menschen in der PCK-Raffinerie, hinzu kommen mehrere hundert Arbeitsplätze bei Zulieferern.

Zukunft hat die Verarbeitung von russischem Rohöl laut der Bürgermeisterin Hoppe jedoch auch in Schwedt nicht. Trotz des EU-Beschlusses, der den Import von russischem Öl per Schiff, nicht aber per Pipeline verbietet, könne Deutschland schon bald den Entschluss fassen, vollständig auf russische Ölimporte zu verzichten.

"Dann bedeutet das für Schwedt natürlich, dass das russische Öl hier nicht mehr ankommt und dass wir Alternativen brauchen", sagte Hoppe. Konkret denke sie beispielsweise an die Herstellung von Wasserstoff.

(L.Møller--DTZ)

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