Deutsche Tageszeitung - Wirtschaftsminister Habeck zu Auftakt von Nahost-Reise in Israel

Wirtschaftsminister Habeck zu Auftakt von Nahost-Reise in Israel


Wirtschaftsminister Habeck zu Auftakt von Nahost-Reise in Israel
Wirtschaftsminister Habeck zu Auftakt von Nahost-Reise in Israel / Foto: © AFP/Archiv

Zum Auftakt seiner viertägigen Nahost-Reise ist Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Montag nach Israel gereist. Bei den Gesprächen in der Region geht es vor allem um die Zusammenarbeit bei der Energiewende und beim Klimaschutz. Gerade in dieser Region werde deutlich, "wie sehr Sicherheitspolitik und Klimapolitik zusammengeführt werden müssen und wie dringend es ist, die Erderhitzung auf ein erträgliches Maß zu begrenzen", sagte Habeck.

Textgröße ändern:

Es ist zugleich Habecks Antrittsbesuch in Israel. Dort waren Gespräche mit Regierungschef Naftali Bennett, Außenminister Jair Lapid sowie den Ressortchefinnen für Wirtschaft und Energie geplant. Habeck will außerdem Gespräche mit deutschen und israelischen Unternehmen und der Zivilgesellschaft führen.

Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Produktion von Wasserstoff sowie technologische Innovationen könnten nun "neue Formen der Zusammenarbeit entstehen", sagte Habeck vor seinem Abflug in Berlin. Ziel sei eine engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der EU auf der einen und dem östlichen Mittelmeerraum auf der anderen Seite. Es gehe aber auch um eine "wachsende Kooperation" innerhalb der Region.

Habeck will in Israel auch die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem besuchen. Israels Sicherheit gehöre zur "deutschen Staatsräson" und dafür stehe auch die aktuelle Regierung ein, sagt er.

Der Minister und Vizekanzler reist im Anschluss nach Ramallah im Westjordanland und trifft dort Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde, um über die politische Lage in den Palästinensergebieten und die Energieversorgung zu sprechen.

Zum Abschluss der bis Donnerstag dauernden Reise geht es nach Jordanien zur Energiekonferenz Mefed. Dazu werden rund 800 Teilnehmende erwartet, die internationale Organisationen, den Privatsektor und die Wissenschaft in der Region und in der EU repräsentieren. Themen der Konferenz sind die Energiewende und gemeinsame Klimaschutzprojekte.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: