Deutsche Tageszeitung - Gesundheit und Sicherheit im Job gehören nun zu Grundrechten von Arbeitnehmern

Gesundheit und Sicherheit im Job gehören nun zu Grundrechten von Arbeitnehmern


Gesundheit und Sicherheit im Job gehören nun zu Grundrechten von Arbeitnehmern
Gesundheit und Sicherheit im Job gehören nun zu Grundrechten von Arbeitnehmern / Foto: © AFP/Archiv

Gesundheit und Sicherheit im Job sind von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu einem weltweiten Grundrecht von Arbeitnehmern erklärt worden. Die "historische Entscheidung" wurde von der UN-Sonderorganisation am Freitag per Twitter verkündet. Alle 187 Mitgliedstaaten müssten laut ILO-Satzung nun dafür sorgen, dass "das Grundrecht auf ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld" gewährleistet wird.

Textgröße ändern:

Jährlich sterben laut ILO weltweit fast drei Millionen Menschen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit. Die nun vorgenommene Einstufung von Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit in die Grundrechte-Charta der ILO "ist ein bedeutender Schritt, um diese unakzeptablen Todesfälle zu vermeiden", erklärte die Organisation.

Die ILO bringt Arbeitgeber, Gewerkschafter und Regierungen aus aller Welt zusammen. Zu den von der UN-Sonderorganisation bereits zuvor verabschiedeten Grundrechten zählen unter anderem das Verbot aller Form von Zwangsarbeit und Kinderarbeit sowie von Diskriminierung am Arbeitsplatz. Die nun vorgenommene Erweiterung der Grundrechte um ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld war von Gewerkschaften seit langem gefordert worden.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: