Deutsche Tageszeitung - Fachkräftelücke im Handwerk im vergangenen Jahr wieder größer geworden

Fachkräftelücke im Handwerk im vergangenen Jahr wieder größer geworden


Fachkräftelücke im Handwerk im vergangenen Jahr wieder größer geworden
Fachkräftelücke im Handwerk im vergangenen Jahr wieder größer geworden / Foto: © AFP/Archiv

Die Fachkräftelücke im Handwerk ist gewachsen. Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln kamen vergangenes Jahr im Durchschnitt auf 201.411 offene Stellen nur 139.256 arbeitslose Handwerker und Handwerkerinnen. Wie die Funke Zeitungen am Dienstag aus der Studie zitierten, drehte sich die Entwicklung damit um - in den Jahren zuvor war die Zahl der offenen Stellen leicht zurückgegangen und die der Arbeitslosen leicht gestiegen.

Textgröße ändern:

Im Corona-Jahr 2020 war die Zahl der offenen Stellen etwa auf rund 180.000 gesunken, rund 150.000 Fachkräfte waren arbeitslos. Erstellt wurde die Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums. Die Zahlen stammen aus Sonderauswertungen der Bundesarbeitsagentur und ihres Forschungsinstituts IAB.

Den Zahlen zufolge werden vor allem Handwerkerinnen und Handwerker mit abgeschlossener Berufsausbildung gesucht. Hier lag die Fachkraftlücke im vergangenen Jahr bei 75.452 Gesellen. Zudem fehlten 7239 Meister und 4794 Fortbildungsabsolventen.

Besonders viele Fachkräfte fehlen laut der Studie in der Baubranche. Gefragt sind auch Meister im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Unter den Gesellen fehlen besonders viele Bauelektriker sowie Fachkräfte im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Abseits des Baus ist der Mangel den IW-Berechnungen zufolge etwas weniger dramatisch.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: