Deutsche Tageszeitung - Immer mehr Menschen aus Drittländern kommen zum Arbeiten nach Deutschland

Immer mehr Menschen aus Drittländern kommen zum Arbeiten nach Deutschland


Immer mehr Menschen aus Drittländern kommen zum Arbeiten nach Deutschland
Immer mehr Menschen aus Drittländern kommen zum Arbeiten nach Deutschland / Foto: © AFP/Archiv

Immer mehr Menschen aus Nicht-EU-Ländern kommen zum Arbeiten nach Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren nahm die Anzahl der Arbeitskräfte aus Drittstaaten um mehr als das Dreifache zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag erklärte. Ende 2021 waren demnach 295.000 Menschen mit einer befristeten Aufenthaltserlaubnis für eine Erwerbstätigkeit in Deutschland erfasst - ein Plus von 226 Prozent im Vergleich zu 2011.

Textgröße ändern:

Den größten Anteil stellten dabei Menschen aus Indien: Elf Prozent der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung stammten von dort. Auch vom Balkan kamen viele Menschen zum Arbeiten nach Deutschland. So stammten neun Prozent der Arbeitskräfte aus nicht EU-Ländern aus Bosnien-Herzegowina, weitere sieben Prozent aus dem Kosovo.

Knapp ein Viertel der Arbeitskräfte aus Drittstaaten kamen mit einer sogenannten Blue Card ins Land. Diese Aufenthaltsgenehmigung wird nur an Akademiker vergeben, sie müssen zudem ein konkretes Jobangebot nachweisen. Knapp die Hälfte der Blue Card-Inhaberinnen und Inhaber arbeitete Ende 2021 in einem Beruf mit einem besonders großen Fachkräftemangel, beispielsweise als Ärztinnen und Ärzte oder in der IT-Branche.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Textgröße ändern: