Deutsche Tageszeitung - Warnstreik bei Lufthansa beendet

Warnstreik bei Lufthansa beendet


Warnstreik bei Lufthansa beendet
Warnstreik bei Lufthansa beendet / Foto: © AFP

Der Warnstreik des Bodenpersonals der Fluggesellschaft Lufthansa ist am Donnerstagmorgen wie angekündigt zu Ende gegangen. Der am frühen Mittwochmorgen begonnene Warnstreik sei "seit 06.00 Uhr beendet", erklärte Verdi-Vertreter Marvin Reschinsky gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Die Beschäftigten haben ihre Arbeit wieder aufgenommen und der Flugbetrieb kann regulär stattfinden."

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Die Lufthansa machte unmittelbar nach Streikende zunächst keine Angaben über die Lage an den Flughäfen. Eine Konzernsprecherin hatte am Mittwoch gesagt, die Lufthansa rechne damit, dass sich nach Streikende der Flugbetrieb "schnell normalisieren" werde. Bereits am Donnerstag könne das geplante Flugprogramm voraussichtlich wieder umgesetzt werden.

Das Lufthansa-Bodenpersonal hatte am Mittwoch den Betrieb der Fluggesellschaft mitten in der Sommer-Reisezeit mit einem Streik in großen Teilen zum Erliegen gebracht. Die Fluggesellschaft strich fast alle Flüge an den Drehkreuzen Frankfurt und München, auch die Zubringerflüge der Lufthansa vom Hauptstadtflughafen BER nach Frankfurt und München wurden gestrichen. Die Lufthansa sprach von rund tausend abgesagten Flügen, betroffen waren den Angaben zufolge mehr als 130.000 Passagiere.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Lufthansa und Verdi für die rund 20.000 Beschäftigten am Boden waren in der zweiten Runde Mitte Juli ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaft fordert 9,5 Prozent mehr Lohn und einen Mindeststundenlohn von 13 Euro bei zwölf Monaten Laufzeit. Die Lufthansa legte ein Angebot aus Festbeträgen und einer von der Geschäftsentwicklung abhängigen Komponente bei einer Laufzeit von 18 Monaten vor. Die Verhandlungen sollen am 3. und 4. August in Frankfurt am Main fortgesetzt werden.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) rief derweil Verdi und die Lufthansa zu einer raschen Einigung im Tarifkonflikt auf. "Eine verantwortungsvolle und schnelle Verhandlung ist angebracht, nachdem der Flugverkehr bereits genug Probleme bewältigen muss", sagte Wissing der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. Der Konflikt müsse "im Rahmen der Tarifautonomie" gelöst werden. "Beide Tarifparteien sollten aber an die Reisenden denken und ihren Streit nicht auf deren Rücken austragen."

(A.Stefanowych--DTZ)

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