Deutsche Tageszeitung - Scholz: Brauchen neue Technologien zur Energieeinsparung

Scholz: Brauchen neue Technologien zur Energieeinsparung


Scholz: Brauchen neue Technologien zur Energieeinsparung
Scholz: Brauchen neue Technologien zur Energieeinsparung / Foto: © AFP

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich angesichts der hohen Energiepreise für die Entwicklung neuer Technologien zum Energiesparen ausgesprochen. Die Preise "werden nicht so schnell wieder sinken, wie wir uns das vorstellen", sagte Scholz beim Besuch einer Heiztechnikfirma am Dienstag im nordhessischen Allendorf. Für den Klimaschutz, aber auch die Wahrung des Wohlstands und der Unabhängigkeit von Ländern wie Russland brauche es daher Einsparungen.

Textgröße ändern:

Den Klimaschutz bezeichnete Scholz als "ein wichtiges Vorhaben für uns in Deutschland, in Europa, für die Welt". Denn "wenn wir es nicht schaffen, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten, dann werden wir keine lebenswerte Zukunft mehr haben".

Neben dem Klima gehe es aber auch darum, "dass das Leben bezahlbar bleibt". Denn die Nutzung fossiler Ressourcen "wird immer mehr finanzielle Aufwendungen kosten". Scholz verwies hier insbesondere auf Gas und "die russischen Restriktionen, die wir gegenwärtig erleben".

Energieeinsparungen brauche es daher auch, um sich von Ländern wie Russland unabhängig zu machen. "Wir merken gerade, was es bedeutet, wenn man praktisch alles das, was man an Energie einsetzt, mehr oder weniger importiert", sagte der Kanzler. Das gelte neben Gas im übrigen auch für Atomenergie, wo Brennstoffe im Ausland eingekauft werden müssten.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Textgröße ändern: