Deutsche Tageszeitung - Preis für Orangensaft steigt nach Durchzug von Hurrikan durch Florida stark

Preis für Orangensaft steigt nach Durchzug von Hurrikan durch Florida stark


Preis für Orangensaft steigt nach Durchzug von Hurrikan durch Florida stark
Preis für Orangensaft steigt nach Durchzug von Hurrikan durch Florida stark / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

In den USA ist der Preis für Orangensaft wegen des Hurrikans "Ian" stark gestiegen. Der Preis für ein Pfund (450 Gramm) Tiefkühl-Orangensaftkonzentrat zur Lieferung im November stieg am Montag auf 2,01 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Dezember 2016. "Ian" war auch über den Landkreis Polk im Zentrum Floridas gezogen, der Hauptanbauregion für Orangen im US-Bundesstaat - dem sogenannten Zitrusgürtel.

Textgröße ändern:

Der Hurrikan habe zahlreiche Früchte von den Bäumen gerissen, erklärte der Farmerverband von Florida. Im September beginnt demnach normalerweise die Orangenernte. Der Fruchtsafthersteller Alico erklärte, seinen Schätzungen zufolge werde es mindestens zwei Saisons brauchen, bis das Produktionsniveau wieder den Stand von vor "Ian" erreicht habe. Der Hurrikan hatte vergangene Woche die Südwestküste Floridas getroffen und dort verheerende Verwüstungen angerichtet; auch im Landesinneren sorgte "Ian" für Überschwemmungen.

Florida war lange Jahre das größte Orangenanbaugebiet in den USA; viele Plantagen wurden allerdings seit 2005 von der Zitruskrankheit Huanglongbing (HLB) befallen, bekannt als "Gelber Drache", die dafür sorgt, dass die Früchte grün bleiben. Mittlerweile sind in Florida fast alle Anbaugebiete betroffen. Die im Juni beendete Ernte 2021/2022 fiel um 23 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Florida lieferte nur noch 44 Prozent des Orangensafts der USA, Kalifornien 55 Prozent - womit sich der Westküstenstaat an die Spitze setzte.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Textgröße ändern: