Deutsche Tageszeitung - Vor Verkehrsministerkonferenz Forderung nach Nachfolge für Neun-Euro-Ticket

Vor Verkehrsministerkonferenz Forderung nach Nachfolge für Neun-Euro-Ticket


Vor Verkehrsministerkonferenz Forderung nach Nachfolge für Neun-Euro-Ticket
Vor Verkehrsministerkonferenz Forderung nach Nachfolge für Neun-Euro-Ticket / Foto: © AFP/Archiv

Vor den am Mittwoch beginnenden Beratungen der Verkehrsmininsterkonferenz haben verschiedene Gruppen und Verbände Druck gemacht, dort ein Nachfolgemodell für das Neun-Euro-Ticket auf den Weg zu bringen. Das Kampagnennetzwerk Campact kündigte die Übergabe von mehr als 500.000 Unterschriften mit der entsprechenden Forderung an die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die Bremer Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne), an.

Textgröße ändern:

Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz sagte der Nachrichtenagentur AFP, "wenn der 9-Euro-Anschlusszug noch pünktlich zum Jahreswechsel abfahrbereit sein soll, dann müssen die Verkehrsminister jetzt endlich das Signal auf Grün stellen." Neben einem 29-Euro-Ticket brauche es genug Geld für ein gutes Nahverkehrsangebot. "Denn beides muss Hand in Hand gehen, wenn viele Menschen zum Umstieg vom Auto auf die Bahn bewegt werden sollen." Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) müsse jetzt weit mehr Geld für höhere Regionalisierungsmittel bereitstellen.

Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, forderte ebenfalls eine dringende Nachfolgelösung, für die der Streit um die Finanzierung gelöst werden müsse. "Genauso wichtig wie eine gesicherte Finanzierung für das Nachfolgeticket ist es, sich grundsätzlich darüber einig zu werden, die Regionalisierungsmittel für den ÖPNV deutlich zu erhöhen und mehr in das Schienennetz zu investieren." Das nötige Geld sei da, es müsse nur umgeschichtet werden.

Die Deutsche Umwelthilfe forderte von den Verkehrsministern, ein bundesweites 365-Euro-Ticket zu beschließen. Die damit verbundenen Kosten in Höhe von vier Milliarden Euro müsse der Bund übernehmen. Zusätzlich benötigten Länder und Kommunen Milliardenhilfen für den längst überfälligen Ausbau des ÖPNV.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Textgröße ändern: