Deutsche Tageszeitung - Stiftung Warentest rät von Handyversicherungen ab

Stiftung Warentest rät von Handyversicherungen ab


Stiftung Warentest rät von Handyversicherungen ab
Stiftung Warentest rät von Handyversicherungen ab / Foto: © AFP

Die Stiftung Warentest rät Verbrauchern vom Abschließen einer Handyversicherung ab. Angebotene Policen seien teuer und leisteten oft nicht, was die Kunden erwarten, erklärten die Tester am Dienstag nach Untersuchung von 19 Versicherungen. Im Kleingedruckten fanden sich demnach "zahlreiche Haken".

Textgröße ändern:

"Im Kleingedruckten der Police steht, wann die Versicherung leistet - und in welcher Form", erklärten die Tester. Oft liegt es demnach im Ermessen des Versicherers, ob durch Sturz oder Flüssigkeit beschädigte Geräte unter den Versicherungsschutz fallen. Verspricht die Police im Versicherungsfall ein Ersatzhandy, kann dieses häufig ein gebrauchtes Gerät oder ein anderes Handy "gleicher Art und Güte" sein.

Ist Geld anstatt eines Ersatzhandys vorgesehen, fällt die Erstattungssumme häufig gering aus. "Und bei fast allen Versicherern zahlt man eine Selbstbeteiligung, wenn die Versicherung in Anspruch genommen wird", warnte Stiftung Warentest.

Hinzu komme der Preis der Versicherung. "Ein 580 Euro teures Gerät für zwei Jahre zu versichern kostet zwischen 82 und 240 Euro." Noch teurer ,"aber nicht besser", wird es den Testern zufolge, wenn die Versicherung auch bei Diebstahl greifen soll. "Denn die Bedingungen im Kleingedruckten (...) können die meisten Kunden nicht einhalten." Insgesamt hätten Handyversicherungen ein "hohes Enttäuschungspotenzial".

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Textgröße ändern: