Deutsche Tageszeitung - Russland weiht neuen Eisbrecher für Gasexporte ein

Russland weiht neuen Eisbrecher für Gasexporte ein


Russland weiht neuen Eisbrecher für Gasexporte ein
Russland weiht neuen Eisbrecher für Gasexporte ein / Foto: © SPUTNIK/AFP

Russland hat am Dienstag einen neuen Eisbrecher mit Atomantrieb eingeweiht, der die Lieferung von Erdgas über die Arktis nach Asien ermöglichen soll. Der Ausbau der nördlichen Schiffsrouten erlaube Russland "sein Exportpotenzial auszuschöpfen und eine effiziente Logistikroute zu etablieren, die Südostasien miteinbezieht", sagte der russische Präsident Wladimir Putin bei der Schiffstaufe in St. Petersburg via Videoschaltung.

Textgröße ändern:

Das 170 Meter lange Schiff mit Namen "Ural" kann Eis von bis zu drei Metern Tiefe durchfahren und ist das dritte Exemplar einer Schiffsreihe des russischen Energiekonzerns Rosatom.

Laut Putin soll die "Ural" bereits im Dezember in der Arktis zum Einsatz kommen. Russland produziert dort Flüssiggas, das ursprünglich für den europäischen Markt gedacht war.

Wegen der EU-Sanktionen lenkt Russland seine Gasexporte nach Asien um. Dabei hilft Moskau, dass durch die Erderwärmung zuvor zugefrorene Wasserwege künftig leichter passierbar seien werden.

Russland baut und betreibt als einziges Land weltweit atombetriebene Eisbrecher. Am Dienstag wurde auch das Schiff "Jakutien" zu Wasser gelassen, das aus derselben Reihe wie die "Ural" stammt, allerdings nicht vor Ende 2024 einsatzbereit sein wird. Bis 2027 soll auch ein über 200 Meter langes russisches Schiff mit Atomantrieb vom Stapel laufen.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Textgröße ändern: