Deutsche Tageszeitung - Musk kündigt neue Verifizierungssymbole ab Anfang Dezember an

Musk kündigt neue Verifizierungssymbole ab Anfang Dezember an


Musk kündigt neue Verifizierungssymbole ab Anfang Dezember an
Musk kündigt neue Verifizierungssymbole ab Anfang Dezember an / Foto: © AFP/Archiv

Twitter-Eigentümer Elon Musk hat neue Verifizierungssymbole für unterschiedliche Nutzergruppen angekündigt. Der "versuchsweise Start" von Verified erfolge am Freitag kommender Woche, teilte Musk am Freitag mit. "Goldener Haken für Unternehmen, grauer Haken für Regierungen, blau für Privatpersonen (ob berühmt oder nicht) und alle Konten werden von Hand überprüft, bevor der Haken aktiviert wird." Zu den Kosten machte Musk vorerst keine Angaben.

Textgröße ändern:

Der Milliardär hat Twitter seit der Übernahme Ende Oktober mit seinen zahlreichen, teils widersprüchlichen Ankündigungen und der Entlassung der Hälfte der Beschäftigten ins Chaos gestürzt. Er will für den blauen Haken eine monatliche Gebühr von acht Dollar verlangen - hatte dieses neue Abo-Modell aber vor zwei Tagen erst auf unbestimmte Zeit verschoben.

"Blue Verified" soll demnach erst starten, "wenn es ein großes Vertrauen gibt, dass Profile nicht mehr gefälscht werden". Musk reagierte damit auf eine Flut von gefälschten Profilen in dem Kurzbotschaftendienst, nachdem das neue Abo-Modell bereits auf iPhones eingeführt worden war.

Vor der Twitter-Übernahme durch Musk am 27. Oktober hatten Persönlichkeiten, offizielle Stellen oder Unternehmen das Verifizierungssymbol nach einer Überprüfung durch den Kurzbotschaftendienst gratis erhalten. Musk kündigte aber an, er wolle dieses Zweiklassensystem "von Feudalherren und Bauern" abschaffen. Er will den Kurzbotschaftendienst zudem unbedingt profitabel machen und die Nutzerzahl deutlich erhöhen.

Musk hatte Twitter Ende Oktober für 44 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) übernommen und umgehend die Chef-Etage gefeuert. Eine Woche später entließ er rund die Hälfte der 7500 Angestellten. Laut der unabhängigen Organisation Media Matters haben wegen Bedenken über die Entwicklung inzwischen die Hälfte der 100 wichtigsten Werbepartner ihre Anzeigen in dem Netzwerk ausgesetzt oder "offenbar ausgesetzt".

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Textgröße ändern: