Deutsche Tageszeitung - Verband Deutscher Verkehrsunternehmen rechnet im Mai erst mit 49-Euro-Ticket

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen rechnet im Mai erst mit 49-Euro-Ticket


Verband Deutscher Verkehrsunternehmen rechnet im Mai erst mit 49-Euro-Ticket
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen rechnet im Mai erst mit 49-Euro-Ticket / Foto: © AFP/Archiv

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) rechnet damit, dass das bundesweite 49-Euro-Ticket womöglich erst im Frühjahr eingeführt werden kann. "Der Zeitpunkt des Beginns wird der 1. Mai sein", prognostizierte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff in der "FAZ" vom Dienstag. Viel früher sei es nicht möglich, denn es gebe für die Vorbereitung noch viel zu tun. So müssten etwa die Tarifsysteme der Verbünde umgestellt werden.

Textgröße ändern:

Auch die Politik habe noch keinen konkreten Starttermin genannt, monierte Wolff. Die Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und Ländern beraten am Dienstag in einer Sondersitzung erneut über das sogenannte Deutschlandticket sowie die Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV). Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) strebt eine rasche Einführung des Tickets möglichst zum Jahresbeginn an - das dürfte aber nicht mehr zu schaffen sein.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, sagte der Zeitung, das Deutschlandticket sei eine "sehr gute Idee – aber nur wenn es auch seriös finanziert ist". Dies sei beim Deutschlandticket jedoch nicht der Fall. An die Adresse von Bund und Länder sagte er: "Sie wollen das 49-Euro-Ticket. Wir haben es nicht gewollt."

Das Ticket gilt als Nachfolge des Neun-Euro-Tickets, das die Monate Juni bis August umfasst hatte. Bund und Länder streiten seit Monaten über die Finanzierung des Nahverkehrs. Die Länder wollen deutlich mehr Geld vom Bund. Sie verweisen auf die erwarteten Einnahmeausfälle wegen des 49-Euro-Tickets und die stark gestiegenen Energiekosten. Sie warnen vor diesem Hintergrund vor Einschränkungen des ÖPNV-Angebots und argumentieren, für eine Verkehrswende müsse das Angebot kräftig ausgebaut werden.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Länder haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Partner zur Freigabe von Reserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.

Textgröße ändern: