Deutsche Tageszeitung - Industrie fordert "engen Schulterschluss" mit Politik und Gewerkschaften

Industrie fordert "engen Schulterschluss" mit Politik und Gewerkschaften


Industrie fordert "engen Schulterschluss" mit Politik und Gewerkschaften
Industrie fordert "engen Schulterschluss" mit Politik und Gewerkschaften / Foto: © AFP

Die deutsche Industrie hat angesichts der enormen wirtschaftlichen Herausforderungen einen "engen Schulterschluss" von Unternehmen, Gewerkschaften und Politik gefordert. Es gehe einerseits darum, "akutes Krisenhandling" zu betreiben, andererseits dürften die großen Themen der Transformation - Digitalisierung, Dekarbonisierung, Demografie - nicht aus den Augen verloren werden, sagte der Präsident des Industrieverbands BDI, Siegfried Russwurm, am Dienstag in Berlin. Dabei brauche es "Unterstützung für die Industrie auch durch die Politik, die Rahmenbedingungen setzt".

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Dabei gelte: "Geld allein schießt keine Tore", betonte Russwurm. Zwar nehme der Staat durch Entlastungen die Spitzen der Energiekrise weg, jedoch müssten gemeinsam die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Deutschland ein attraktives Land für Investitionen sei. Wegen der "sehr restriktiven Vorgaben im europäischen Beihilferahmen" müsse die Bundesregierung etwa "intensiv auf die EU einwirken, um den Industriestandort zu schützen", sagte Russwurm.

Der BDI-Präsident äußerte sich an der Seite von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und dem Vorsitzenden der Gewerkschaft IG Metall, Jörg Hofmann, im Vorfeld der diesjährigen Industriekonferenz. Dabei geht es um die Rolle der Industrie bei der Bewältigung der Krise und der Transformation zu einer klimaneutralen und digitalen Wirtschaft.

Gewerkschaftschef Hofmann forderte, die Industrie müsse jetzt "fit" gemacht werden für eine klimaneutrale Produktionsweise und die Industrie 4.0. "Wir müssen die Energiekrise als Chance nutzen, um die Energiewende zu beschleunigen", sagte er. Das alles gehe indes "nur mit, nicht gegen die Beschäftigten". Investitionen in Maschinen müssten mit Investitionen in Menschen einhergehen.

(O.Tatarinov--DTZ)

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