Deutsche Tageszeitung - Aidshilfe fordert gesetzliches Verbot von HIV-Tests im Arbeitsleben

Aidshilfe fordert gesetzliches Verbot von HIV-Tests im Arbeitsleben


Aidshilfe fordert gesetzliches Verbot von HIV-Tests im Arbeitsleben
Aidshilfe fordert gesetzliches Verbot von HIV-Tests im Arbeitsleben / Foto: © AFP/Archiv

Die Deutsche Aidshilfe hat ein gesetzliches Verbot von HIV-Tests im Arbeitsleben gefordert. "Noch immer glauben manche Arbeitgebende, sie dürften Menschen mit HIV einfach ausschließen, und fügen ihnen damit schweren Schaden zu", erklärte Vorstand Sven Warminsky am Donnerstag in Berlin anlässlich des Weltaidstags. Die Bundesregierung müsse daher Rechtssicherheit schaffen.

Textgröße ändern:

HIV sei im Arbeitsalltag nicht übertragbar, und aufgrund der inzwischen verfügbaren Medikamente müsse eine Infektion auch die Leistungsfähigkeit im Beruf nicht mehr einschränken, betonte die Aidshilfe. Ohnehin sei bei einer wirksamen HIV-Therapie, die heute die Regel sei, das Virus nicht mehr übertragbar. Ein Ausschluss von HIV-Infizierten sei bereits heute unzulässig und stelle eine gesetzlich verbotene Diskriminierung dar.

Gleichwohl setzten manche Arbeitgeber in Einstellungsprozessen noch immer auf HIV-Tests oder fragten nach einer etwaigen Infektion, kritisierte die Aidshilfe. Erforderlich sie daher ein "ausdrückliches Verbot" derartiger Maßnahmen. "Es wird Zeit, dass Menschen, die Personalverantwortung tragen, sich nicht mehr an irrationalen Ängsten und Vorbehalten orientieren, sondern an wissenschaftlichen Erkenntnissen", erklärte Warminsky.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei

Die G7-Länder haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt. Dies solle in den kommenden vier Monaten geschehen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron anlässlich einer Videokonferenz der G7-Vertreter zur Energiekrise am Freitag. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Partner zur Freigabe von Reserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken.

Textgröße ändern: