Deutsche Tageszeitung - DIHK betont Bedeutung Lateinamerikas für deutsche Wirtschaft

DIHK betont Bedeutung Lateinamerikas für deutsche Wirtschaft


DIHK betont Bedeutung Lateinamerikas für deutsche Wirtschaft
DIHK betont Bedeutung Lateinamerikas für deutsche Wirtschaft / Foto: © AFP

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat mit Blick auf die Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in mehrere lateinamerikanische Staaten die Bedeutung dieser Region betont. "Sowohl für die nachhaltige Gewinnung von Rohstoffen und Energie, als auch für die Diversifikation von Lieferketten und Absatzmärkten sind Länder wie Brasilien, Chile und auch Argentinien überaus prädestiniert", erklärte DIHK-Präsident Peter Adrian am Freitag.

Textgröße ändern:

Scholz reist von Samstag bis kommende Woche Mittwoch in die Länder Argentinien, Chile und Brasilien und wird dabei auch von einer Wirtschaftsdelegation begleitet - darunter von Adrian. Deutsche Firmen wendeten sich wieder "vermehrt Lateinamerika" zu, erklärte der DIHK-Präsident. Die dortigen Länder verfügten über eine "zum Teil erfolgversprechende industrielle Infrastruktur".

Um allerdings mit Unternehmen anderer Länder in Lateinamerika "wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Kooperationsverträge unerlässlich", fuhr Adrian fort. So müsse das bereits fertig verhandelte Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ebenso ratifiziert werden wie die Abkommen mit Mexiko und Chile. "Sonst drohen unserer Wirtschaft Wettbewerbsnachteile, insbesondere gegenüber den USA und China."

Nach Angaben des DIHK sind die wichtigsten Handelspartner Deutschlands in der Region mit Abstand Mexiko und Brasilien. Sie haben demnach ein Handelsvolumen von zusammen 39 Milliarden Euro - zwei Drittel des Handelsvolumens mit dem gesamten Kontinent. Die wichtigsten von dort stammenden Güter sind Lebensmittel und Rohstoffe, Deutschland exportiert vor allem Maschinen, chemische Produkte und Erzeugnisse der Automobilindustrie.

Auch der Maschinenbauverband VDMA forderte anlässlich der Reise, den "Mercosur-Stillstand" zu beenden. In dem Verbund, zu dem Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gehören, bestünden heute für den europäischen Maschinenbausektor die "höchsten Zollbelastungen weltweit". Mit dem Abbau der Handelsschranken stiegen zudem für Brasilien und Argentinien die Chancen auf eine bessere Einbindung in die internationalen Wertschöpfungsketten.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

"Wunderschöner Anblick": Artemis-Crew hat Hälfte der Strecke zum Mond zurückgelegt

Die Astronauten der Artemis-2-Mission haben mehr als die halbe Strecke zum Mond zurückgelegt und einen fantastischen Blick auf den Erdtrabanten wie auch die Erde. "Wir können den Mond gerade aus der Luke sehen, es ist ein wunderschöner Anblick", sagte die US-Astronautin Christina Koch am Samstagmorgen (MESZ) während einer Live-Übertragung der Nasa. Die US-Raumfahrtbehörde veröffentlichte derweil faszinierende Aufnahmen von der Erde, die von der Orion-Raumkapsel aus aufgenommen wurden.

Deutschland und weitere Länder fordern EU zu Prüfung von Übergewinnsteuer auf

Deutschland und vier andere europäische Staaten haben die EU aufgefordert, Maßnahmen für eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne zu prüfen. Eine solche sei bereits 2022 als Notfallreaktion auf hohe Energiepreise genutzt worden, heißt es in einem Brief an EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vorlag. "Angesichts der derzeitigen Marktverzerrungen und finanzpolitischen Zwänge" sollte die Europäische Kommission nun "zügig" ein ähnliches EU-weites Instrument ausarbeiten.

ADAC: Neue Preisregel für Tankstellen hat Preisniveau nicht reduziert

Der ADAC hat nach knapp drei Tagen ein vorläufiges negatives Fazit zu der von der Bundesregierung eingeführten Preisregel für Tankstellen gezogen. "Aus Sicht des ADAC hat die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell das hohe Preisniveau nicht reduziert", erklärte der Club am Freitag. "Stattessen hat es die Entwicklung nach oben eher befördert."

DIHK: Jeder sechste Industriebetrieb verdient durch Verteidigungsindustrie

Jeder sechste Industriebetrieb in Deutschland ist nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bereits in die Wertschöpfungskette der Verteidigungsindustrie eingebunden. Besonders hoch sei der Anteil mit 36 Prozent im Fahrzeugbau, zitierte die "Wirtschaftswoche" am Freitag aus einer Sonderauswertung der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Demnach sehen fast ein Drittel der befragten Industrieunternehmen Chancen für das eigene Geschäftsmodell in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Textgröße ändern: