Deutsche Tageszeitung - Nach Ablauf der Frist fehlt immer noch jede vierte Grundsteuererklärung

Nach Ablauf der Frist fehlt immer noch jede vierte Grundsteuererklärung


Nach Ablauf der Frist fehlt immer noch jede vierte Grundsteuererklärung
Nach Ablauf der Frist fehlt immer noch jede vierte Grundsteuererklärung / Foto: © AFP/Archiv

Trotz Ablaufs der Abgabefrist fehlen bundesweit noch immer rund ein Viertel der Grundsteuererklärungen. Wie das Bundesfinanzministerium am Mittwoch mitteilte, waren bis zum 31. Januar geschätzt knapp 75 Prozent der Erklärungen eingegangen. Demnach wurden bundesweit etwa 64,72 Prozent der insgesamt erwarteten Feststellungserklärungen elektronisch übermittelt. Die Zahl der auf Papier abgegebenen Erklärungen werde zudem auf knapp zehn Prozent der erwarteten Erklärungen geschätzt.

Textgröße ändern:

Im Zuge der Grundsteuerreform müssen bundesweit Millionen Grundstücke neu bewertet werden. Besitzer von Häusern, Wohnungen und Grundstücken müssen für die Erklärung eine Reihe von Daten übermitteln. Die Frist dafür, welche bereits einmal von Bund und Ländern um drei Monate verlängert worden war, lief am Dienstagabend ab.

Unmittelbar vor Ablauf der Frist verlängerte Bayern diese um weitere drei Monate. Die Bundesregierung ist gegen einen solchen Schritt, die Entscheidung der bayerischen Landesregierung wollte das Finanzamt nicht kommentieren.

Andere Bundesländer schlossen sich Bayern zunächst nicht an, viele schlossen dies explizit aus. "Wir bleiben bei der Frist, so wie unter den Ländern vereinbart", erklärte Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne).

Ohnehin drohen säumigen Eigentümern zunächst wohl keine Konsequenzen, kaum ein Bundesland will sofort einen Verspätungszuschlag erheben. Berlin, Baden-Württemberg und Hessen etwa kündigten an, zunächst innerhalb des ersten Quartals Erinnerungsschreiben zu verschicken. "Ich appelliere herzlich an alle, die die Erklärung noch nicht abgegeben haben, dies in den nächsten Tagen zu tun", sagte der hessische Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) dem Hessischen Rundfunk.

Die Deutsche Steuergewerkschaft kritisierte Bayern für die Verlängerung der Abgabefrist. "Ich hätte es für zielführender gehalten, wenn der Freistaat explizit diejenigen zur Erklärungsabgabe aufgefordert hätte, die ihre Grundsteuererklärung bisher noch nicht abgegeben haben", sagte Gewerkschaftschef Florian Köbler der "Welt".

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Trump droht früherem Fed-Chef Powell mit neuen Ermittlungen

US-Präsident Donald Trump hat dem früheren Zentralbankchef Jerome Powell mit neuen strafrechtlichen Ermittlungen gedroht - obwohl staatliche Aufseher Trumps Betrugsvorwürfe entkräftet haben. Powell müsse wegen "Korruption oder Unfähigkeit" verklagt werden, schrieb der Präsident am Mittwoch in einer langen Botschaft in seinem Onlinedienst Truth Social. Trump hatte Powell überzogene Kosten bei der Renovierung des Zentralbankgebäudes in Washington unterstellt.

Israel: Flydubai-Maschine entgeht laut Regierung knapp einem Terroranschlag

Ein Linienflugzeug der Fluggesellschaft Flydubai ist auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv nach Einschätzung der israelischen Regierung knapp einem Terroranschlag entgangen. Der Copilot habe den Piloten niedergestochen und versucht, das Flugzeug mit 174 Passagieren an Bord zum Absturz zu bringen, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem "versuchten dschihadistischen Terroranschlag", Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) von einem "versuchten Entführungsfall".

US-Richterin billigt Übernahme von Warner Bros. durch Paramount

Grünes Licht für die Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramount Skydance: Die kalifornische Richterin Araceli Martinez-Olguin billigte am Mittwoch den Vergleich, den Paramount mit Kalifornien und elf weiteren US-Bundesstaaten geschlossen hatte.

Merz bekräftigt Reformkurs - und macht Tempo bei Arbeitsmarktreform

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine Abkehr vom Reformkurs seiner Regierung ausgeschlossen. "Sie sollen an meiner Entschlossenheit nicht zweifeln, dies alles jetzt auch weiter Schritt für Schritt umzusetzen", sagte Merz am Mittwoch in einer Rede vor Unternehmerinnen und Unternehmern in Berlin. So werde sich der Koalitionsausschuss in der kommenden Woche mit der geplanten Flexibilisierung des Arbeitsmarkts befassen: "Da haben wir einiges nachzuholen", sagte Merz.

Textgröße ändern: