Deutsche Tageszeitung - Keine Einigung zwischen Biden und Republikanern im Streit um Schuldenobergrenze

Keine Einigung zwischen Biden und Republikanern im Streit um Schuldenobergrenze


Keine Einigung zwischen Biden und Republikanern im Streit um Schuldenobergrenze
Keine Einigung zwischen Biden und Republikanern im Streit um Schuldenobergrenze / Foto: © AFP

Im Streit zwischen US-Präsident Joe Biden und den Republikanern um die Anhebung der Schuldenobergrenze hat auch ein Spitzentreffen beider Seiten keine Einigung gebracht. Sein Gespräch mit Biden sei gut verlaufen, berichtete am Mittwoch der Vorsitzende des von den Republikanern beherrschten Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy. Es gebe aber noch immer "unterschiedliche Standpunkte". Und es habe auch "keine Vereinbarungen, keine Versprechen" gegeben.

Textgröße ändern:

"Der Präsident und ich haben nach einem Weg gesucht, wie wir zusammenarbeiten können", sagte McCarthy nach dem einstündigen Gespräch im Weißen Haus. Es sei eine "gute Diskussion" gewesen, die Gespräche sollten fortgesetzt werden. "Ich glaube, dass wir letztlich eine gemeinsame Grundlage finden." Es war das erste Treffen von Biden und McCarthy seit der Wahl des Republikaners zum Vorsitzenden des Repräsentantenhauses Anfang Januar.

Durch eine Anhebung der Schuldenobergrenze will die Regierung in Washington einen Zahlungsausfall der USA vermeiden. Die Obergrenze war in den vergangenen Jahrzehnten unter Präsidenten beider Parteien dutzende Male ausgesetzt oder angehoben worden - und das mit parteiübergreifenden Mehrheiten. Einige republikanische Abgeordnete wollen ihre Zustimmung zur Anhebung der Obergrenze diesmal jedoch als Verhandlungsmasse nutzen, um Ausgabenkürzungen durchzusetzen.

Angesichts der Blockadehaltung der Republikaner leitete US-Finanzministerin Janet Yellen Mitte Januar "außergewöhnliche Maßnahmen" ein, um eine Zahlungsunfähigkeit des Landes abzuwenden. Sie warnte, ein Schuldenverzug würde der US-Wirtschaft, den US-Bürgern und der globalen Finanzstabilität "irreparablen Schaden" zufügen. Schätzungen zufolge könnten die USA ohne Einigung im Sommer zahlungsunfähig werden.

Bei den Zwischenwahlen im November, den sogenannten Midterms, hatten die Republikaner eine knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus gewonnen. Sie können damit Gesetzesinitiativen der Demokraten von Präsident Biden blockieren.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Trump droht früherem Fed-Chef Powell mit neuen Ermittlungen

US-Präsident Donald Trump hat dem früheren Zentralbankchef Jerome Powell mit neuen strafrechtlichen Ermittlungen gedroht - obwohl staatliche Aufseher Trumps Betrugsvorwürfe entkräftet haben. Powell müsse wegen "Korruption oder Unfähigkeit" verklagt werden, schrieb der Präsident am Mittwoch in einer langen Botschaft in seinem Onlinedienst Truth Social. Trump hatte Powell überzogene Kosten bei der Renovierung des Zentralbankgebäudes in Washington unterstellt.

Israel: Flydubai-Maschine entgeht laut Regierung knapp einem Terroranschlag

Ein Linienflugzeug der Fluggesellschaft Flydubai ist auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv nach Einschätzung der israelischen Regierung knapp einem Terroranschlag entgangen. Der Copilot habe den Piloten niedergestochen und versucht, das Flugzeug mit 174 Passagieren an Bord zum Absturz zu bringen, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem "versuchten dschihadistischen Terroranschlag", Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) von einem "versuchten Entführungsfall".

US-Richterin billigt Übernahme von Warner Bros. durch Paramount

Grünes Licht für die Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramount Skydance: Die kalifornische Richterin Araceli Martinez-Olguin billigte am Mittwoch den Vergleich, den Paramount mit Kalifornien und elf weiteren US-Bundesstaaten geschlossen hatte.

Merz bekräftigt Reformkurs - und macht Tempo bei Arbeitsmarktreform

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine Abkehr vom Reformkurs seiner Regierung ausgeschlossen. "Sie sollen an meiner Entschlossenheit nicht zweifeln, dies alles jetzt auch weiter Schritt für Schritt umzusetzen", sagte Merz am Mittwoch in einer Rede vor Unternehmerinnen und Unternehmern in Berlin. So werde sich der Koalitionsausschuss in der kommenden Woche mit der geplanten Flexibilisierung des Arbeitsmarkts befassen: "Da haben wir einiges nachzuholen", sagte Merz.

Textgröße ändern: