Deutsche Tageszeitung - TotalEnergies verzeichnet bestes Geschäftsergebnis jemals

TotalEnergies verzeichnet bestes Geschäftsergebnis jemals


TotalEnergies verzeichnet bestes Geschäftsergebnis jemals
TotalEnergies verzeichnet bestes Geschäftsergebnis jemals / Foto: © AFP/Archiv

Der französische Energiekonzern TotalEnergies hat im vergangenen Jahr so viel Gewinn gemacht wie noch nie. Der Nettogewinn von 20,5 Milliarden Dollar (19,1 Milliarden Euro) entspricht einer Steigerung im Jahresvergleich um 28 Prozent und zugleich einem der besten Betriebsergebnisse eines französischen Unternehmens jemals. TotalEnergies profitierte besonders von den hohen Öl- und Gaspreisen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Textgröße ändern:

Dabei hatte der Konzern wegen seines Rückzugs aus Russland zunächst 15 Milliarden Dollar abschreiben müssen. Ohne diese Sonderposten betrug der Gewinn sogar 36,2 Milliarden Dollar.

Der weitgehende Wegfall russischer Gaslieferungen nach Europa und die daraufhin enorm gestiegene Nachfrage nach Flüssiggas (LNG) überkompensierte die Verluste: Im vierten Quartal sei der LNG-Umsatz erneut um 22 Prozent angestiegen, erklärte Total-Chef Patrick Pouyanné. Im Jahr 2022 "hat das Unternehmen die Vorteile seines globalen LNG-Portfolios voll ausgeschöpft".

Auch die britischen und US-Energiekonzerne wie Shell und ExxonMobil haben für das Jahr 2022 massive Gewinnsteigerungen vermeldet. US-Präsident Joe Biden hatte dies in seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstagabend als "empörend" bezeichnet und massive Steuererhöhung auf Aktienrückkäufe von Unternehmen gefordert. Auch in Frankreich dürfte das Total-Ergebnis die Debatte über den Umgang mit derartigen Sondergewinne wieder anfachen.

Seinen Aktionären würden nun eine Dividende von 3,81 Euro pro Aktie ausgeschüttet, erklärte TotalEnergies. Eine bereits im Dezember geflossene Sonderdividende von einem Euro ist darin inbegriffen.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Dax-Dividenden steigen auf neues Rekordniveau

Die im Deutschen Aktienindex (Dax) gelisteten Konzerne schütten in diesem Jahr trotz der anhaltenden Konjunkturkrise mehr Geld an ihre Aktionäre aus als je zuvor. Insgesamt zahlen die 40 Dax-Konzerne 55,3 Milliarden Euro an Dividenden aus, ergab eine am Sonntag vom Beratungsunternehmen EY veröffentlichte Analyse. Dies entspricht demnach im Vergleich zum Vorjahr 3,1 Milliarden Euro oder 5,9 Prozent mehr.

"Wunderschöner Anblick": Artemis-Crew hat Hälfte der Strecke zum Mond zurückgelegt

Die Astronauten der Artemis-2-Mission haben mehr als die halbe Strecke zum Mond zurückgelegt und einen fantastischen Blick auf den Erdtrabanten wie auch die Erde. "Wir können den Mond gerade aus der Luke sehen, es ist ein wunderschöner Anblick", sagte die US-Astronautin Christina Koch am Samstagmorgen (MESZ) während einer Live-Übertragung der Nasa. Die US-Raumfahrtbehörde veröffentlichte derweil faszinierende Aufnahmen von der Erde, die von der Orion-Raumkapsel aus aufgenommen wurden.

Deutschland und weitere Länder fordern EU zu Prüfung von Übergewinnsteuer auf

Deutschland und vier andere europäische Staaten haben die EU aufgefordert, Maßnahmen für eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne zu prüfen. Eine solche sei bereits 2022 als Notfallreaktion auf hohe Energiepreise genutzt worden, heißt es in einem Brief an EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Samstag vorlag. "Angesichts der derzeitigen Marktverzerrungen und finanzpolitischen Zwänge" sollte die Europäische Kommission nun "zügig" ein ähnliches EU-weites Instrument ausarbeiten.

ADAC: Neue Preisregel für Tankstellen hat Preisniveau nicht reduziert

Der ADAC hat nach knapp drei Tagen ein vorläufiges negatives Fazit zu der von der Bundesregierung eingeführten Preisregel für Tankstellen gezogen. "Aus Sicht des ADAC hat die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell das hohe Preisniveau nicht reduziert", erklärte der Club am Freitag. "Stattessen hat es die Entwicklung nach oben eher befördert."

Textgröße ändern: