Deutsche Tageszeitung - Ifo: Fachkräftemangel entspannt sich zum Jahresbeginn leicht

Ifo: Fachkräftemangel entspannt sich zum Jahresbeginn leicht


Ifo: Fachkräftemangel entspannt sich zum Jahresbeginn leicht
Ifo: Fachkräftemangel entspannt sich zum Jahresbeginn leicht / Foto: © AFP

Der Mangel an Fachkräften in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresbeginn leicht entspannt. Nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts gaben in der jüngsten Umfrage im Januar zu dem Thema 43,6 Prozent der Firmen an, vom Fachkräftemangel betroffen zu sein, in der vorangegangenen Umfrage im Oktober vergangenen Jahres waren es noch 45,7 Prozent.

Textgröße ändern:

Die Sorgen der Unternehmen, passende Fachkräfte zu finden, "bleiben weiterhin groß", erklärte das Institut am Mittwoch zugleich. Den Expertinnen und Experten zufolge ist die Not im Dienstleistungsbereich weiter besonders groß, etwa in der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung (75,2 Prozent). In der Lagerei, im Verkehrsbereich und in den Architektur- und Ingenieurbüros war über die Hälfte der Firmen betroffen.

Weniger betroffen war das Verarbeitende Gewerbe, etwa die Chemieindustrie mit 16,4 Prozent und die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 23,6 Prozent. Das Allzeithoch beim Fachkräftemangel mit 49,7 Prozent hatten die Firmen nach Ifo-Angaben im Juli vergangenen Jahres erreicht.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hatte vor einigen Tagen im Kampf gegen den Mangel eine deutliche Vereinfachung der Visaverfahren für Fachkräfte gefordert. Die komplizierte Visavergabe in den deutschen Konsulaten im Ausland sei in der Praxis ein großes Hindernis für die Anwerbung.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Umfrage: Mehr als jeder Zweite denkt zumindest gelegentlich an Auswanderung

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland denkt einer Umfrage für den "Playboy" zufolge zumindest gelegentlich und vage ans Auswandern. Der Anteil liege bei 60 Prozent, wie das Magazin am Dienstag vorab mitteilte. Aus dieser Gruppe planen demnach allerdings nur zwei Prozent konkret eine Ausreise, acht Prozent recherchieren Möglichkeiten dazu.

Niederländisches Unternehmen weitet Gasförderung vor Borkum aus

Das niederländische Unternehmen One-Dyas hat die Gasförderung unweit der deutschen Nordseeinsel Borkum ausgeweitet. Die zweite Förderplattform der Anlage sei in Betrieb genommen worden, erklärte das Unternehmen aus Amsterdam am Dienstag. "Dadurch steigt die jährliche Produktion dort auf eine Milliarde Kubikmeter." Die bisherige Fördermenge der ersten Bohrung lag demnach bei 700 Millionen Kubikmetern.

Frankreich erwägt Spritrabatte für mobile Pflegekräfte und Landwirte

Angesichts der hohen Spritpreise hat Frankreich finanzielle Hilfe für mobile Pflegekräfte und besonders betroffene Landwirte in Aussicht gestellt. "Wir werden die Hilfen auf diejenigen beschränken, deren Branchen besonders betroffen sind", sagte die beigeordnete Energieministerin Maud Brégeon am Dienstag dem Sender BFM. Einen Preisdeckel wie von Gewerkschaftsseite gefordert, lehnte die Ministerin ab. "Dies würde erst recht zu Versorgungsengpässen führen", betonte sie. Eine "allgemeine Hilfe" könne sich Frankreich zudem nicht leisten, erklärte sie.

Deutsche essen wieder mehr Fleisch - vor allem Geflügel

Die Menschen in Deutschland essen wieder mehr Fleisch und Wurst: Der Verzehr nahm im vergangenen Jahr um 1,4 Kilogramm auf 54,9 Kilogramm pro Kopf zu, wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) am Dienstag mitteilte. Demnach ist vor allem Geflügelfleisch zunehmend beliebt - hier stieg der Verzehr auf ein Allzeithoch von 14,7 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Dazu dürfte auch der geringere Preisanstieg im Vergleich mit anderen Fleischsorten 2025 beigetragen haben, so das BZL.

Textgröße ändern: