Deutsche Tageszeitung - Tausende protestieren in Prag gegen tschechische Regierung und Armut

Tausende protestieren in Prag gegen tschechische Regierung und Armut


Tausende protestieren in Prag gegen tschechische Regierung und Armut
Tausende protestieren in Prag gegen tschechische Regierung und Armut / Foto: © AFP

Tausende Menschen haben in Prag gegen die tschechische Regierung protestiert. Unter dem Titel "Tschechien gegen die Armut" demonstrierten sie am Samstag gegen die hohe Inflation und forderten die Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Petr Fiala zum Rücktritt auf. Die Teilnehmer kritisierten auch die Nato und forderten einen sofortigen Stopp der Militärhilfe für die Ukraine.

Textgröße ändern:

Die Protestaktion organisiert hatte die neue außerparlamentarische PRO-Partei. "Wir haben uns heute hier versammelt, um gegen die Armut Stellung zu beziehen", sagte deren Vorsitzender Jindrich Rajchl auf dem Prager Wenzelsplatz. Er wünsche sich eine Regierung, die sich "zuerst um die Interessen tschechischer Bürger kümmert".

Gegner von Fialas Regierung werfen ihr vor, sich mehr um die Ukraine als um das eigene Land zu kümmern. Tschechische Medien berichteten, ein Demonstrant habe die Menge per Megafon aufgefordert, die ukrainische Flagge vom Gebäude des Nationalmuseums herunterzureißen.

Tschechien kämpft seit einem Jahr mit einer Rekordinflation, die vor allem auf den Anstieg der Energiepreise im Zuge des Ukraine-Krieges zurückzuführen ist. Im Februar lag die Inflation bei 16,7 Prozent , fast doppelt so hoch wie in Deutschland lag die Teuerungsrate mit 8,7 Prozent.

Tschechien hat seit Beginn der russischen Invasion im Februar vergangenen Jahres erhebliche militärische und humanitäre Hilfe für die Ukraine geleistet.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Sparkurs bei VW: Gespräch über 2024 vereinbarte Investitions- und Produktzusagen

Im Streit um den Sparkurs bei Volkswagen treffen sich am Mittwoch Vertreterinnen und Vertreter von IG Metall, Betriebsrat und Management zu einem sogenannten Überprüfungsgespräch. Der Konzernvorstand soll laut IG Metall "endlich Farbe bekennen" und beantworten, ob er zu seinen Ende 2024 vereinbarten Investitions- und Produktzusagen steht. Daran seien in den letzten Betriebsversammlungen "erhebliche Zweifel" aufgekommen.

Trump: Tech-Chefs verpflichten sich zur KI-Selbstkontrolle

Die USA setzen bei Künstlicher Intelligenz (KI) auf freiwillige Selbstkontrolle statt gesetzliche Vorschriften: Die Chefs der wichtigsten US-Tech-Unternehmen unterzeichneten nach Angaben von Präsident Donald Trump am Dienstag bei einem Treffen im Weißen Haus ein Abkommen zur Selbstregulierung. Der Text sei "moralisch bindend", sagte Trump.

Künstliche Intelligenz: Tech-Chefs zu Gespräch mit Trump eingetroffen

Die Chefs der großen US-Tech-Konzerne sind zu einem Gespräch mit Präsident Donald Trump am Weißen Haus eingetroffen. Bei dem Arbeitsessen sollte es am Dienstag um eine mögliche Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) gehen, wie der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, mitteilte.

Französische Gewerkschaften: Mehr als 300.000 Menschen demonstrieren für höhere Löhne

Bei einem Protesttag für Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst sind in Frankreich nach Gewerkschaftsangaben am Dienstag landesweit mehr als 300.000 Menschen auf die Straße gegangen. Dem Gewerkschaftsbund CGT zufolge demonstrierten in der Hauptstadt Paris 70.000 Menschen für höhere Löhne; in Marseille waren es 30.000. 11.000 protestierten demnach in Toulouse und 10.000 in Lille und Bordeaux.

Textgröße ändern: