Deutsche Tageszeitung - Bürgerbewegung Finanzwende fordert strengere Regulierung der Finanzmärkte

Bürgerbewegung Finanzwende fordert strengere Regulierung der Finanzmärkte


Bürgerbewegung Finanzwende fordert strengere Regulierung der Finanzmärkte
Bürgerbewegung Finanzwende fordert strengere Regulierung der Finanzmärkte / Foto: © AFP

Vor dem Hintergrund der Turbulenzen im US-Bankensektor und der Gefahr einer möglichen Ansteckung in Europa hat die Bürgerbewegung Finanzwende eine strengere Regulierung der Finanzmärkte gefordert. Nötig sei eine "finanzpolitische Kehrtwende", um das Finanzsystem stabil aufzustellen, heißt es in einer am Samstag von der Organisation auf den Weg gebrachten Petition. Der Aufruf richtet sich an Finanzminister Christian Lindner (FDP) und fordert diesen zum Handeln auf.

Textgröße ändern:

Anlass der Petition mit dem Titel "Stabiles Finanzsystem jetzt!" sind die Schließung unter anderem der Silicon Valley Bank in den USA, die Schieflage der Schweizer Großbank Credit Suisse und in der Folge auch die Verluste europäischer Banken-Titel. Das führe vor Augen, wie krisenanfällig das Bankensystem 15 Jahre nach der Finanzkrise noch immer sei, argumentierte Finanzwende.

Die Organisation forderte unter anderem die Einführung einer Finanztransaktionssteuer sowie eine Regulierung sogenannter Schattenbanken, die bankähnliche Geschäfte betreiben. Außerdem sei ein Sicherungssystem nach Vorbild der US-Behörde FDIC nötig, damit Einlagen im Krisenfall "schnell gesichert werden können", heißt es in der Petition. Nicht zuletzt müsse die EU-Bankenregulierung verschärft werden, nötig sei etwa ein "Verlustpuffer" bei den Banken von mindestens zehn Prozent ihrer Bilanzsumme.

In den vergangenen Tagen hatten die Turbulenzen vor allem auf dem US-Markt Befürchtungen vor einer Ansteckung in Europa geschürt. Experten aus Politik und Finanzwelt bemühten sich indes darum, diese Sorgen zu zerstreuen und argumentierten, das Finanzsystem in Deutschland und Europa sei stabil und die Lage nicht mit der Krise von 2008 vergleichbar.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Trump: Tech-Chefs verpflichten sich zur KI-Selbstkontrolle

Die USA setzen bei Künstlicher Intelligenz (KI) auf freiwillige Selbstkontrolle statt gesetzliche Vorschriften: Die Chefs der wichtigsten US-Tech-Unternehmen unterzeichneten nach Angaben von Präsident Donald Trump am Dienstag bei einem Treffen im Weißen Haus ein Abkommen zur Selbstregulierung. Der Text sei "moralisch bindend", sagte Trump.

Künstliche Intelligenz: Tech-Chefs zu Gespräch mit Trump eingetroffen

Die Chefs der großen US-Tech-Konzerne sind zu einem Gespräch mit Präsident Donald Trump am Weißen Haus eingetroffen. Bei dem Arbeitsessen sollte es am Dienstag um eine mögliche Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) gehen, wie der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, mitteilte.

Französische Gewerkschaften: Mehr als 300.000 Menschen demonstrieren für höhere Löhne

Bei einem Protesttag für Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst sind in Frankreich nach Gewerkschaftsangaben am Dienstag landesweit mehr als 300.000 Menschen auf die Straße gegangen. Dem Gewerkschaftsbund CGT zufolge demonstrierten in der Hauptstadt Paris 70.000 Menschen für höhere Löhne; in Marseille waren es 30.000. 11.000 protestierten demnach in Toulouse und 10.000 in Lille und Bordeaux.

Pistorius will 16 neue Airbus-Transportmaschinen vom Typ A400M kaufen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant den milliardenschweren Kauf von 16 neuen Maschinen des Transportflugzeugs A400M. Dazu führe sein Ministerium bereits sehr gute Gespräche mit dem Hersteller Airbus, sagte Pistorius am Dienstag in Bremen. Demnach verfügt die Bundeswehr bisher über 53 solche Maschinen. 16 von ihnen seien aber nur für logistische Einsätze ausgelegt und nicht für taktische Einsätze im Gefecht. Ihnen fehle etwa die nötige Raketenabwehr zum Selbstschutz.

Textgröße ändern: