Deutsche Tageszeitung - Deutsche-Bank-Aktien stürzen um über zehn Prozent ab

Deutsche-Bank-Aktien stürzen um über zehn Prozent ab


Deutsche-Bank-Aktien stürzen um über zehn Prozent ab
Deutsche-Bank-Aktien stürzen um über zehn Prozent ab / Foto: © AFP

Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist am Freitagmorgen abgestürzt. Gegen 11.00 Uhr lag der Kurswert an der Frankfurter Börse 11,5 Prozent im Minus. Die Unsicherheit im Bankensektor nach dem Zusammenbrechen zweier kleinerer US-Banken sowie der Not-Übernahme der Schweizer Problembank Credit Suisse setzt den europäischen Geldinstituten weiter zu. Auch die Commerzbank-Aktien fielen um 8,5 Prozent, die der französischen Société Générale an der Pariser Börse um 6,72 Prozent.

Textgröße ändern:

Der Bankenindex Stoxx Europe 600 fiel um fünf Prozent. Grund ist vor allem ein starker Anstieg der Kosten für Kreditausfallversicherungen. Die Schwäche der Banken zogen am Freitagvormittag die Gesamtindizes der europäischen Börsen nach unten. In Paris, Frankfurt, London und Mailand waren die Kurse jeweils über zwei Prozent im Minus.

Die Turbulenzen im Bankensektor und in der Folge auch an den Aktienmärkten hatten vor zwei Wochen mit dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank in den USA begonnen. Weitere Banken gerieten daraufhin in Bedrängnis. Die Regierungen wichtiger Volkswirtschaften reagierten mit Zusagen staatlicher Unterstützung in kritischen Fällen.

Die Probleme der Banken gehen auch auf die hohen Zinsen infolge der Straffung der Geldpolitik der Zentralbanken zurück. Trotz der sich anbahnenden Bankenkrise halten diese bislang unter Verweis auf die anhaltenden Inflation an ihrem Kurs fest. Wichtige Zentralbanken wie die Fed in den USA und die Europäische Zentralbank erhöhten in dieser Woche erneut ihre Leitzinsen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Trump: Tech-Chefs verpflichten sich zur KI-Selbstkontrolle

Die USA setzen bei Künstlicher Intelligenz (KI) auf freiwillige Selbstkontrolle statt gesetzliche Vorschriften: Die Chefs der wichtigsten US-Tech-Unternehmen unterzeichneten nach Angaben von Präsident Donald Trump am Dienstag bei einem Treffen im Weißen Haus ein Abkommen zur Selbstregulierung. Der Text sei "moralisch bindend", sagte Trump.

Künstliche Intelligenz: Tech-Chefs zu Gespräch mit Trump eingetroffen

Die Chefs der großen US-Tech-Konzerne sind zu einem Gespräch mit Präsident Donald Trump am Weißen Haus eingetroffen. Bei dem Arbeitsessen sollte es am Dienstag um eine mögliche Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) gehen, wie der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, mitteilte.

Französische Gewerkschaften: Mehr als 300.000 Menschen demonstrieren für höhere Löhne

Bei einem Protesttag für Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst sind in Frankreich nach Gewerkschaftsangaben am Dienstag landesweit mehr als 300.000 Menschen auf die Straße gegangen. Dem Gewerkschaftsbund CGT zufolge demonstrierten in der Hauptstadt Paris 70.000 Menschen für höhere Löhne; in Marseille waren es 30.000. 11.000 protestierten demnach in Toulouse und 10.000 in Lille und Bordeaux.

Pistorius will 16 neue Airbus-Transportmaschinen vom Typ A400M kaufen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant den milliardenschweren Kauf von 16 neuen Maschinen des Transportflugzeugs A400M. Dazu führe sein Ministerium bereits sehr gute Gespräche mit dem Hersteller Airbus, sagte Pistorius am Dienstag in Bremen. Demnach verfügt die Bundeswehr bisher über 53 solche Maschinen. 16 von ihnen seien aber nur für logistische Einsätze ausgelegt und nicht für taktische Einsätze im Gefecht. Ihnen fehle etwa die nötige Raketenabwehr zum Selbstschutz.

Textgröße ändern: