Deutsche Tageszeitung - VDA schraubt Wachstumsprognose für deutschen Pkw-Markt auf vier Prozent hoch

VDA schraubt Wachstumsprognose für deutschen Pkw-Markt auf vier Prozent hoch


VDA schraubt Wachstumsprognose für deutschen Pkw-Markt auf vier Prozent hoch
VDA schraubt Wachstumsprognose für deutschen Pkw-Markt auf vier Prozent hoch / Foto: © Patrik STOLLARZ/AFP/Archiv

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat seine Wachstumsprognose für den Pkw-Markt für dieses Jahr angehoben. Für Deutschland erwartet der Verband einen Anstieg um vier Prozent auf 2,8 Millionen Pkw, bisher war ein Anstieg um zwei Prozent prognostiziert worden, hieß es am Dienstag. In Europa dürfte der Markt demnach 2023 um sieben Prozent auf zwölf Millionen Neufahrzeuge wachsen - bisher lag die Prognose bei fünf Prozent.

Textgröße ändern:

Die Versorgungssituation in den Lieferketten habe sich "merklich entspannt" und die vielen Aufträge hätten "etwas abgebaut werden" können, teilte der VDA zur Begründung mit. Das Vorkrisenniveau sei dennoch bislang unerreicht: Sollten sich die Prognosen bestätigen, lägen sowohl der Markt in Deutschland als auch der Markt in Europa noch rund 24 Prozent unter den Zahlen von 2019.

Zwar bessere sich die Lage langsam und die Märkte entwickelten sich "besser als erwartet", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Jedoch dämpften die Einschränkungen bei Vor- und Zwischenprodukten und die nach wie vor hohen Energie- und Rohstoffpreise die notwendige Erholung. Vor allem der Strompreis sei hoch, eine Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß sei "überfällig".

Nach einer Auswertung des CAR-Center Automotive Research gab es im April auf dem deutschen Automarkt den größten Rabattsprung seit vier Jahren. Die Zeit der Produktionsengpässe sei vorbei und die Fahrzeuge seien "breit im Angebot", erklärte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer. Demnach stiegen die Durchschnittsrabatte auf die 30 meistverkauften Neuwagen im April auf 16,3 Prozent. Grund seien vor allem die gesunkenen Realeinkommen durch die hohe Inflation.

Dabei handelte es sich ausschließlich um Verbrenner. Die Preisbewegungen bei Elektroautos seien "noch überschaubar", hieß es in der Studie weiter.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Deutsche Bahn informiert über Sanierung der Strecke Berlin-Hannover

Die Deutsche Bahn (DB) informiert am Dienstag (13.30 Uhr) über die am Donnerstag beginnenden Sanierungsarbeiten an der Strecke zwischen Berlin und Hannover. Leitende Manager des Konzerns erläutern am Haltepunkt Schönhausen in Sachsen-Anhalt die "sehr umfangreichen Bauarbeiten". Die Strecke wird grundsaniert und voraussichtlich bis Ende 2027 für den Fernverkehr voll gesperrt. Die Fahrtzeit verlängert sich wegen nötiger Umleitungen um 80 Minuten.

Verkaufsversuch gescheitert: Biontech schließt drei Standorte in Deutschland

Das Biotechnologieunternehmen Biontech hat die Schließung drei seiner Standorte in Deutschland bestätigt. "Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten und eines breit angelegten Verkaufsprozesses ist es leider nicht gelungen, einen Kauf zu realisieren", erklärte der Konzern am Montag. Der Standort in Tübingen soll nach Unternehmensangaben zum Ende des Jahres 2027 schließen, jener in Marburg Anfang 2028 und der Standort in Idar-Oberstein Ende 2028.

Moskau stellt Russland-Geschäft von deutschem Handelskonzern Metro unter seine Verwaltung

Die russischen Behörden haben das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter ihre Verwaltung gestellt. Sämtliche Vermögenswerte würden unter "temporäre Verwaltung" an das russische Unternehmen UK Torg RUS übertragen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Moskau hatte zuletzt die Russland-Geschäfte mehrerer Konzerne unter russische Verwaltung gestellt, die aus Ländern stammen, die die Ukraine unterstützen.

Korruptionsprozess in Paris: Freiheitsstrafe für Ex-Ministerin Dati gefordert

Im Korruptionsprozess gegen die frühere französische Ministerin und Europaabgeordnete Rachida Dati hat die Anklage eine vierjährige Freiheitsstrafe gefordert. Die Finanzstaatsanwaltschaft forderte am Montag bei dem Prozess in Paris wegen illegaler Lobbyarbeit für die Autobauerallianz Renault-Nissan zudem ein fünfjähriges Ämterverbot für die prominente konservative Politikerin.

Textgröße ändern: