Deutsche Tageszeitung - Iranischer Präsident lobt "Sieg" von Syriens Machthaber Assad im Bürgerkrieg

Iranischer Präsident lobt "Sieg" von Syriens Machthaber Assad im Bürgerkrieg


Iranischer Präsident lobt "Sieg" von Syriens Machthaber Assad im Bürgerkrieg
Iranischer Präsident lobt "Sieg" von Syriens Machthaber Assad im Bürgerkrieg / Foto: © AFP

Bei einem Besuch in Damaskus hat der iranische Präsident Ebrahim Raisi Syriens Machthaber Baschar al-Assad dafür gelobt, in dem seit zwölf Jahren andauernden Bürgerkrieg "einen Sieg" errungen zu haben. Das syrische Volk und seine Regierung hätten vor großen Schwierigkeiten gestanden, "heute können wir sagen, dass sie alle Probleme überstanden und trotz Drohungen und Sanktionen einen Sieg errungen haben", sagte Raisi einer Mitteilung der syrischen Präsidentschaft und der iranische Nachrichtenagentur Irna zufolge am Mittwoch.

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Teheran ist einer der wichtigsten Verbündeten Syriens. Mit politischer, wirtschaftlicher und militärischer Unterstützung aus dem Iran gelang es dem syrischen Machthaber, die meisten Gebiete des Landes, die er zu Beginn des Bürgerkrieges verloren hatte, zurückzuerobern.

Beide Länder unterliegen strikten Sanktionen des Westens. Assad versicherte seinem iranischen Kollegen "starke und stabile" syrisch-iranischen Beziehungen "trotz schwerer politischer und sicherheitspolitischer Stürme", die den Nahen Osten getroffen hätten.

Raisi ist das erste iranische Staatsoberhaupt, das Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 besucht. Begleitet wird er von einer großen Delegation, darunter der Außenminister sowie die Minister für Verteidigung, Öl, Straßen- und Städtebau und Telekommunikation. Für eine "langfristige strategische Kooperation" unterzeichneten beide Staatsoberhäupter Abkommen, unter anderem in den Bereichen Öl, Luftfahrt, Schienenverkehr und Landwirtschaft, wie die syrische Nachrichtenagentur Sana mitteilte.

Der Besuch von Raisi erfolgte nur wenige Wochen nach dem von China vermittelten Abkommen zwischen dem Iran und seinem regionalen Rivalen Saudi-Arabien, infolgedessen sich die Kräfteverhältnisse im Nahen Osten grundlegend verschieben könnten.

Der seit Beginn des Krieges weitgehend isolierte syrische Machthaber Assad hat in den vergangenen Monaten ein diplomatisches Comeback in der Region gefeiert. So besuchte er in diesem Jahr bereits die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman. Im April besuchte als erster saudiarabischer Regierungsvertreter seit Kriegsbeginn Außenminister Faisal bin Farhan Damaskus.

Assad erhofft sich von einer vollständigen Normalisierung der Beziehungen zu den reichen Golfmonarchien und anderen arabischen Staaten auch deren finanzielle Unterstützung beim Wiederaufbaus in Syrien.

(O.Tatarinov--DTZ)

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