Deutsche Tageszeitung - Microsoft macht KI-Anwendungen für alle Nutzer zugänglich

Microsoft macht KI-Anwendungen für alle Nutzer zugänglich


Microsoft macht KI-Anwendungen für alle Nutzer zugänglich
Microsoft macht KI-Anwendungen für alle Nutzer zugänglich / Foto: © AFP/Archiv

Der Software-Konzern Microsoft hat auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Anwendungen wie seinen Image Creator allen Nutzern zugänglich gemacht. Die generativen KI-Anwendungen seien in die Suchmaschine Bing und den Internetbrowser Edge integriert worden, erklärte der Microsoft-Vizepräsident Yusuf Mehdi am Donnerstag in einem Blogeintrag. Für die Nutzung reiche eine Anmeldung mit einem Microsoft-Account aus.

Textgröße ändern:

Generative KI kann Texte und Bilder erstellen. Microsoft plant nach eigenen Angaben auch die Ausweitung auf Video-Inhalte. Der Konzern ist der wichtigste Investor des Unternehmens OpenAI, das den mittlerweile berühmten Chatbot ChatGPT entwickelt hat. Die in Bing und Edge integrierten KI-Anwendungen basieren auf der neuesten GPT-Version.

Mehdi kündigte außerdem an, dass die KI-Bilderstellung mit dem Image Creator auf allen Sprachen, in denen die Suchmaschine Bing vorhanden ist, ausgeweitet werde. "So können Sie jetzt Bilder in Ihrer Muttersprache erstellen", erklärte er.

Bing und Edge hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder der Dominanz der Google-Suchmaschine und dem Browser Chrome unterordnen müssen. Microsoft will dem nun ein Ende bereiten und treibt die Entwicklung von KI-Anwendungen für die Massennutzung trotz erheblicher Bedenken voran. Zu den Risiken zählt etwa der potenzielle Einsatz von KI für Betrug mit gefälschten Stimmen, Videos oder Bildern.

Der KI-Experte Geoffrey Hinton sieht die Technologie als "ernste" Bedrohung und hat deswegen seinen Job bei Google gekündigt. Er halte einen Entwicklungsstopp bei KI für sinnvoll, bis der sichere Umgang mit der Technologie gesichert sei, sagte er kürzlich. Angesichts des intensiven Wettbewerbs zwischen Ländern und Unternehmen sei dies jedoch nicht realistisch.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Deutsche Bahn informiert über Sanierung der Strecke Berlin-Hannover

Die Deutsche Bahn (DB) informiert am Dienstag (13.30 Uhr) über die am Donnerstag beginnenden Sanierungsarbeiten an der Strecke zwischen Berlin und Hannover. Leitende Manager des Konzerns erläutern am Haltepunkt Schönhausen in Sachsen-Anhalt die "sehr umfangreichen Bauarbeiten". Die Strecke wird grundsaniert und voraussichtlich bis Ende 2027 für den Fernverkehr voll gesperrt. Die Fahrtzeit verlängert sich wegen nötiger Umleitungen um 80 Minuten.

Verkaufsversuch gescheitert: Biontech schließt drei Standorte in Deutschland

Das Biotechnologieunternehmen Biontech hat die Schließung drei seiner Standorte in Deutschland bestätigt. "Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten und eines breit angelegten Verkaufsprozesses ist es leider nicht gelungen, einen Kauf zu realisieren", erklärte der Konzern am Montag. Der Standort in Tübingen soll nach Unternehmensangaben zum Ende des Jahres 2027 schließen, jener in Marburg Anfang 2028 und der Standort in Idar-Oberstein Ende 2028.

Moskau stellt Russland-Geschäft von deutschem Handelskonzern Metro unter seine Verwaltung

Die russischen Behörden haben das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter ihre Verwaltung gestellt. Sämtliche Vermögenswerte würden unter "temporäre Verwaltung" an das russische Unternehmen UK Torg RUS übertragen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Moskau hatte zuletzt die Russland-Geschäfte mehrerer Konzerne unter russische Verwaltung gestellt, die aus Ländern stammen, die die Ukraine unterstützen.

Korruptionsprozess in Paris: Freiheitsstrafe für Ex-Ministerin Dati gefordert

Im Korruptionsprozess gegen die frühere französische Ministerin und Europaabgeordnete Rachida Dati hat die Anklage eine vierjährige Freiheitsstrafe gefordert. Die Finanzstaatsanwaltschaft forderte am Montag bei dem Prozess in Paris wegen illegaler Lobbyarbeit für die Autobauerallianz Renault-Nissan zudem ein fünfjähriges Ämterverbot für die prominente konservative Politikerin.

Textgröße ändern: