Deutsche Tageszeitung - Bundeslandwirtschaftsministerium will Tiere besser schützen

Bundeslandwirtschaftsministerium will Tiere besser schützen


Bundeslandwirtschaftsministerium will Tiere besser schützen
Bundeslandwirtschaftsministerium will Tiere besser schützen / Foto: © AFP

Das Bundeslandwirtschaftsministerium erwägt eine Verschärfung des Tierschutzgesetzes. In vielen Bereichen gebe es nach wie vor Defizite im Umgang mit Tieren, teilte das Ministerium von Cem Özdemir (Grüne) am Montag mit, nachdem der "Tagesspiegel" über entsprechende Pläne berichtet hatte. Im Gespräch sei etwa ein Verbot der Anbindehaltung in der Landwirtschaft, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die Tiere sollten sich frei bewegen können.

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Grundsätzlich habe der Tierschutz eine "hohe Priorität" und zwar sowohl in der landwirtschaftlichen als auch der privaten Haltung, sagte die Sprecherin weiter. In Schlachthöfen sind demnach mehr Kontrollen und verpflichtende Videoaufzeichnungen geplant. Zudem solle das Enthornen von Rindern eingeschränkt und das systematische Abschneiden von Ringelschwänzen bei Ferkeln sowie die Schlachtung hochträchtiger Schafe beendet werden.

Um illegalen Welpenhändlern das Handwerk zu legen, sollen Internet-Plattformen künftig die Identität der Verkäufer feststellen müssen, führte die Sprecherin aus. Tiere aus sogenannter Qualzucht sollen zukünftig nicht mehr ausgestellt oder präsentiert werden dürfen. Das Ministerium erhoffe sich so einen Rückgang der Nachfrage nach diesen Tieren.

Das Ministerium strebt laut einem Bericht des "Tagesspiegels" vom Montag in einer späteren Verordnung auch eine Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen an. Die Strafen für Tierquäler könnten demnach deutlich verschärft werden - auf bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe und Geldbußen bis zu 100.000 Euro. Dazu äußerte sich die Sprecherin am Montag zunächst nicht.

(U.Beriyev--DTZ)

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