Deutsche Tageszeitung - Ifo: Preiserhöhungen flauen in den kommenden Monaten ab

Ifo: Preiserhöhungen flauen in den kommenden Monaten ab


Ifo: Preiserhöhungen flauen in den kommenden Monaten ab
Ifo: Preiserhöhungen flauen in den kommenden Monaten ab / Foto: © AFP

Die Preiserhöhungen der Unternehmen in Deutschland werden laut Ifo-Umfrage in den kommenden Monaten voraussichtlich langsam abflauen. Die vom Ifo ermittelten Preiserwartungen sanken im Mai auf 19 Punkte, von 21,5 Punkten im April, wie das Institut am Freitag mitteilte. Beim Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln sank die Zahl ebenfalls, aber "auf sehr hohem Niveau". "Die Inflationsrate für die Verbraucher wird daher nur ganz langsam sinken", erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

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Denn: Auch bei vielen Dienstleistern gingen die Preiserwartungen nur schleppend zurück, zum Beispiel in der Gastronomie oder bei den Reisebüros. Im Handel insgesamt gingen die Preiserwartungen ebenfalls zurück, besonders stark bei den Fahrradhändlern - das heißt, dass diese Betriebe mehrheitlich Preiskürzungen planen.

Damit rechnen können auch die Auftraggeber beim Bau, erklärte das Ifo. In der Branche sanken die Preiserwartungen deutlich, ebenso in der Industrie. In einzelnen Branchen zeichneten sich sogar deutliche Preissenkungen ab, erläuterte Wollmershäuser. "Bis das bis zum Verbraucher durchschlägt, wird aber noch einige Zeit vergehen." Preissenkungen seien bei den Papierherstellern, in der Chemie, bei Gummi- und Kunststoffwaren, bei Glas, Keramik und bei Textilien zu erwarten.

Die Punkte bei den Ifo-Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per Saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen.

Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei plus 100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei minus 100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das Ifo-Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung.

(M.Dylatov--DTZ)

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