Deutsche Tageszeitung - Frankreich will Besohlen von Schuhen und Stopfen von Kleidern fördern

Frankreich will Besohlen von Schuhen und Stopfen von Kleidern fördern


Frankreich will Besohlen von Schuhen und Stopfen von Kleidern fördern
Frankreich will Besohlen von Schuhen und Stopfen von Kleidern fördern / Foto: © AFP/Archiv

Wer sich in Frankreich Schuhe neu besohlen oder Kleidung stopfen lässt, kann dafür künftig eine staatliche Subvention in Anspruch nehmen. Ein Reparaturbonus soll von Oktober an Bürger animieren, Schuster und Schneiderstuben aufzusuchen, anstatt sich von beschädigten Schuhen und Kleidern zu trennen, wie Umwelt-Staatssekretärin Bérangère Couillard am Dienstag in Paris mitteilte. Die finanzielle Unterstützung werde zwischen sechs und 25 Euro betragen.

Textgröße ändern:

Couillard verwies darauf, dass Franzosen derzeit etwa 700.000 Tonnen Kleidung jährlich wegwerfen. Für das Bonusprogramm sollen bis 2028 etwa 154 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Staatssekretärin empfahl Schuster- und Schneiderwerkstätten sowie Modeläden, die diesen Service anbieten, sich offiziell als Reparaturbetrieb registrieren zu lassen.

Die französische Regierung will damit dazu beitragen, die Textilindustrie zu reformieren, die als besonders umweltschädlich gilt. Im vergangenen Jahr kamen in Frankreich etwa 3,3 Milliarden Kleidungsstücke, Schuhe, Bett- und Tischwäsche auf den Markt, etwa 500.000 Stück mehr als im Vorjahr.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: