Deutsche Tageszeitung - Bericht: Bankdokumente entkräften Vorwürfe gegen LNG-Betreiber Deutsche Regas

Bericht: Bankdokumente entkräften Vorwürfe gegen LNG-Betreiber Deutsche Regas


Bericht: Bankdokumente entkräften Vorwürfe gegen LNG-Betreiber Deutsche Regas
Bericht: Bankdokumente entkräften Vorwürfe gegen LNG-Betreiber Deutsche Regas / Foto: © POOL/AFP

Bankdokumente entkräften einem Medienbericht zufolge die von Gegnern des vor Rügen geplanten LNG-Terminals erhobenen Vorwürfe gegen die Betreiberfirma Deutsche Regas. Unterlagen von Hausbanken sowie eines auf den Cayman Islands ansässigen Hedgefonds von Regas-Geschäftsführer Ingo Wagner zeigten keine Geldtransfers zwischen den beiden Unternehmen in den vergangenen drei Jahren, berichtete der "Spiegel" am Freitag.

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Der Rechtsanwalt Reiner Geulen, der die Gemeinde Ostseebad Binz auf Rügen vertritt, hatte am vergangene Woche erklärt, Recherchen hätten Ungereimtheiten unter anderem zur Herkunft des Geldes für die privatwirtschaftlich finanzierte LNG-Anlage ergeben. Vor allem ging es um mutmaßliche Verflechtungen der Regas mit dem Fonds auf den Cayman Islands, die als Steuer- und Geldwäscheparadies gelten. Geulen forderte eine Untersuchung durch die Finanzermittler des Zolls.

Die Deutsche Regas hatte die Vorwürfe umgehend zurückgewiesen. Neben einer erneuten Prüfung der eigenen Investoren, die in zwei Wochen vorliegen soll, kündigte das Unternehmen an, rechtliche Schritte gegen die "unzutreffenden Behauptungen und Verdächtigungen" vorzubereiten. Laut "Spiegel" zeigen die Bankunterlagen, dass bis auf die Zahlung einer Gründungseinlage über 25.000 Euro im Jahr 2019 kein Geld von den Cayman Islands in die Deutsche Regas oder mit ihr verbundene Unternehmen floss.

Die Rügener Gemeinde wehrt sich dagegen, dass im Hafen von Mukran, in Sichtweite der Binzer Strände, zwei schwimmende Terminals für den Import von Flüssiggas (LNG) verankert werden sollen. Von der örtlichen Tourismusbranche sowie von Umwelt- und Klimaschützern gibt es scharfe Kritik an dem Vorhaben, das auch den Bau einer Anbindungspipeline nach Lubmin vorsieht. Die Bundesregierung fördert das Vorhaben und argumentiert mit der Versorgungssicherheit im Land.

Die Deutsche Regas betreibt bereits ein LNG-Terminalschiff im Hafen von Lubmin, das mit dem Bau der neuen Anschlussinfrastruktur nach Mukran verlegt werden soll. Dazu soll ein weiteres schwimmendes Terminal kommen.

Das erste Terminalschiff übernahm die Deutsche Regas vom Energiekonzern TotalEnergies. Der französische Konzern gab dem deutschen Unternehmen nun Rückendeckung: Vor der Zusammenarbeit habe TotalEnergies die wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse der Regas geprüft und keine Probleme festgestellt, erklärte der Konzern nach Angaben des "Spiegels".

(O.Tatarinov--DTZ)

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