Deutsche Tageszeitung - Ostbeauftragter lobt Ansiedlung von TSMC in Dresden

Ostbeauftragter lobt Ansiedlung von TSMC in Dresden


Ostbeauftragter lobt Ansiedlung von TSMC in Dresden
Ostbeauftragter lobt Ansiedlung von TSMC in Dresden / Foto: © AFP/Archiv

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, sieht in der Ansiedlung des taiwanischen Chipherstellers TSMC in Dresden einen wichtigen Innovationsimpuls für die Region. "Das Herz der europäischen Halbleiterproduktion schlägt in Ostdeutschland", sagte Schneider den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Mittwoch. Mit der Entscheidung von TSMC, sein erstes europäisches Werk in Dresden zu errichten, "wird die Innovationsregion Ostdeutschland nachhaltig gestärkt".

Textgröße ändern:

Dresden bekommt eine große Halbleiterfabrik zur Versorgung des Automobilsektors und anderer Industriebranchen mit modernen Chips. Das Werk soll gemeinsam mit den deutschen Firmen Bosch und Infineon sowie NXP aus den Niederlanden errichtet werden, die Gesamtinvestitionen dürften zehn Milliarden Euro übersteigen. Dazu gehören auch hohe Beihilfen des Bundes. Im Juni hatte bereits der US-Chipkonzern Intel die Eröffnung eines Werks in Magdeburg angekündigt.

Die Ansiedlung von TSMC schaffe dabei nicht nur Arbeitsplätze, "sondern macht Europa auch unabhängiger von Chip-Importen aus Asien", sagte Schneider weiter. Die Entscheidung des Konzerns für Dresden sei "von großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa insgesamt".

Der geplante Fabrikbau ist ein Projekt im Rahmen des European Chips Act, der staatliche Beihilfen für Investitionen in die Halbleiterindustrie regelt. So sollen die europäische Chipproduktion angekurbelt und die Abhängigkeit von anderen Ländern verringert werden.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: