Deutsche Tageszeitung - Studie: Mehrheit der Unternehmen bewertet Standort Deutschland zunehmend negativ

Studie: Mehrheit der Unternehmen bewertet Standort Deutschland zunehmend negativ


Studie: Mehrheit der Unternehmen bewertet Standort Deutschland zunehmend negativ
Studie: Mehrheit der Unternehmen bewertet Standort Deutschland zunehmend negativ / Foto: © AFP/Archiv

Der Standort Deutschland hat aus Sicht vieler Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren an Attraktivität verloren. Eine Umfrage unter 150 Firmen aus dem verarbeitenden Gewerbe ergab, dass die Mehrheit Deutschland heute für "weniger attraktiv" (46 Prozent) oder "nicht attraktiv" (15 Prozent) hält, wie die Unternehmensberatung FTI-Andersch am Mittwoch mitteilte. Rund ein Viertel der Unternehmen erwägt demnach die Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland.

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Insgesamt stellten die befragten Unternehmen dem Industriestandort Deutschland eine Durchschnittsnote von "drei minus" aus, erklärte FTI-Andersch. Die schwächste Bewertung habe Deutschland bei den Energiepreisen und der Verfügbarkeit von Energie erhalten. Hier stellten 39 Prozent der Unternehmen eine mangelhafte oder ungenügende Note aus. Auch mit den bürokratischen Hürden und der Verfügbarkeit von Fachkräften zeigten sich viele Firmen sehr unzufrieden.

Rund ein Viertel der befragten Unternehmen denkt demnach an eine Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland, bei Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden sind es 36 Prozent.

Soll die Produktion ausgebaut werden, haben laut Umfrage 63 Prozent Standorte außerhalb Deutschlands im Blick, vor allem in Asien und Osteuropa. Die Hälfte der Unternehmen hält demnach den Standort China für grundsätzlich attraktiv. Gleichzeitig planten 40 Prozent der Firmen aber auch Produktionsausweitungen innerhalb Deutschlands.

Das Meinungsforschungsunternehmen Kantar befragte im zweiten Quartal 150 Unternehmen mit den Schwerpunkten Automobilzulieferer, Maschinen- und Anlagenbau und Konsumgüter. Der Umsatz der Firmen betrug den Angaben nach mindestens 50 Millionen Euro, rund ein Drittel der befragten Unternehmen erwirtschafteten 500 Millionen Euro. Die prozentualen Angaben wurden anhand ihres Anteils am produzierenden Gewerbe gewichtet.

(O.Zhukova--DTZ)

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