Deutsche Tageszeitung - Britischer Chipentwickler Arm beantragt Börsengang in den USA

Britischer Chipentwickler Arm beantragt Börsengang in den USA


Britischer Chipentwickler Arm beantragt Börsengang in den USA
Britischer Chipentwickler Arm beantragt Börsengang in den USA / Foto: © AFP/Archiv

Der britische Chipentwickler Arm hat den Börsengang in den USA auf den Weg gebracht - es könnte laut US-Medien der größte Börsengang dieses Jahres dort werden. Arm reichte am Montag in New York die nötigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht ein, nannte aber noch keine Einzelheiten. Die Technik von Arm steckt eigenen Angaben zufolge "in mehr als 99 Prozent aller Smartphones" weltweit; Arm will sich zudem zu einem führenden Entwickler von Künstlicher Intelligenz entwickeln.

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Arm gehört zum japanischen Softbank-Konzern. Der kaufte zu Jahresbeginn ihm noch fehlenden Anteile an Arm und zahlte für diese 25 Prozent 16,1 Milliarden Dollar (knapp 14,8 Milliarden Euro). Arm wird daher mit mehr als 64 Milliarden Dollar bewertet.

Laut US-Medien könnte Arm schon im September an die Tech-Börse Nasdaq gehen. Es wäre nicht nur der größte Börsengang in den USA in diesem Jahr, sondern auch der größte der Branche seit dem Börsengang des chinesischen Internetkonzerns Alibaba an der Wall Street 2014. Alibaba war damals mit 231 Milliarden Dollar bewertet worden und hatte mit dem Börsengang 25 Milliarden Dollar eingenommen.

In den Papieren, die Arm bei der Börsenaufsicht einreichte, heißt es, die Chip-Technologie sei "eine der wichtigsten Ressourcen der Welt geworden" - sie sorge dafür, dass alle elektronischen Geräte funktionieren. Rund 70 Prozent der Weltbevölkerung nutzten ein Produkt, das auf der Technologie von Arm basiere.

Arm mit Sitz in Cambridge, fast 6000 Beschäftigten und einem Umsatz von 2,7 Milliarden Dollar 2022 werde zwar "vor allem als britischer Erfolg gesehen", erklärte Analystin Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown am Dienstag. Doch Softbank sei "nicht gefühlsduselig und will was für sein Geld sehen". Softbank hatte in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Investitionen keinen Erfolg, wie etwa mit dem Büroraumanbieter Wework.

Arm war 1990 gegründet worden und gehört seit 2016 zu Softbank, der damals 32 Milliarden Dollar zahlte. Der japanische Konzern hatte Anfang 2022 versucht, Arm für 40 Milliarden Dollar an den US-Konkurrenten Nvidia zu verkaufen, scheiterte damit aber am Widerstand der Behörden.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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