Deutsche Tageszeitung - Milliardär Kühne fordert Beteiligung aller großer Reedereien am Hamburger Hafen

Milliardär Kühne fordert Beteiligung aller großer Reedereien am Hamburger Hafen


Milliardär Kühne fordert Beteiligung aller großer Reedereien am Hamburger Hafen
Milliardär Kühne fordert Beteiligung aller großer Reedereien am Hamburger Hafen / Foto: © AFP/Archiv

In der Debatte über den geplanten Einstieg der Reederei MSC beim Hamburger Hafenbetreiber HHLA hat sich der Logistikmilliardär Klaus-Michael Kühne mit einem eigenen Vorschlag eingeschaltet. Die "Zeit" zitierte am Mittwoch aus einem "Konzept für den Hamburger Hafen", in dem Kühne fordert, nicht eine einzelne große Reederei am Hamburger Hafen zu beteiligen, sondern gleich alle wichtigen.

Textgröße ändern:

Die großen Reedereien könnten demnach "mehrere Gemeinschaftsunternehmen" mit den großen Terminalbetreibern in Hamburg gründen. Dann würden MSC und Hapag-Lloyd jeweils gemeinsame Hafenbetriebe mit der HHLA aufsetzen und die Reederei CMA CGM einen mit dem Terminalbetreiber Eurogate. Kühne ist über seiner Holding mit 30 Prozent an Hapag-Lloyd beteiligt.

"Das wäre eine ganz andere Situation", sagte der Unternehmer der Wochenzeitung. "Dann könnte man die Reedereien gleichermaßen an Hamburg binden, und es gäbe keine Verstimmung." Die Stadt Hamburg müsse den Vorschlag ernsthaft prüfen, falls der geplante Einstieg von MSC "noch korrigierbar ist", zitierte die "Zeit" Kühne.

In der vergangenen Woche hatten die Stadt Hamburg und die HHLA mitgeteilt, dass der Reedereikonzern MSC mit 49,9 Prozent bei der HHLA einsteigen will. Hamburg - derzeit mit 69 Prozent beteiligt - will eine Mehrheit von 50,1 Prozent an dem Unternehmen behalten. Kühne hatte das als Affront gegenüber Hapag-Lloyd als größtem Nutzer und damit größtem Reederei-Kunden des Hamburger Hafens kritisiert.

Ob Kühne wie zunächst angedeutet ein Gegenangebot abgibt, ist indes noch nicht entschieden. "Ich bin in Gesprächen, ich sehe es im Moment aber als weniger wahrscheinlich an", sagte er der "Zeit". Eine Übernahmeschlacht sei nicht gut: "Der Kurs der HHLA ist stark gestiegen, und man würde zu viel bezahlen, wenn man jetzt versucht, mit aller Kraft an Aktien zu kommen."

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

OpenAI: Von Nutzern hochgeladene Bilder landen irrtümlich auf externen Internetseiten

KI-Agenten des ChatGPT-Entwicklers OpenAI haben nach Angaben des Unternehmens 53 Bilder aus Nutzerkonten irrtümlich ins Netz gestellt. Die Bilder seien ohne Wissen des Unternehmens auf externen Internetseiten veröffentlicht worden, teilte OpenAI am Freitag mit. Die Links seien nicht öffentlich aufgelistet gewesen.

Bericht: Experten erwarten Rentenplus von bis zu 4,7 Prozent

Die Renten in Deutschland könnten einem Medienbericht zufolge im kommenden Jahr um deutlich mehr als vier Prozent steigen. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet mit einem Plus von 4,7 Prozent zum 1. Juli 2027, wie die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtete.

Alex Bodi und Prof. Dr. Dieter Lazik schließen Vertrag für ALPHA WHEY und BODI Energydrink

Alex Bodi setzt beim Aufbau von ALPHA WHEY und BODI Energydrink auf wissenschaftliche Zusammenarbeit und internationale Partnerschaften. Eine zentrale Rolle übernimmt nach Angaben der Projektverantwortlichen ein deutscher, international agierender Mischkonzern: Die Unternehmensgruppe beteiligt sich finanziell an dem Vorhaben und blickt auf eine 30-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien einstimmig verurteilt. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.

Textgröße ändern: