Deutsche Tageszeitung - Netzagentur: Deutschland bei Gasversorgung in besserer Situation als vor einem Jahr

Netzagentur: Deutschland bei Gasversorgung in besserer Situation als vor einem Jahr


Netzagentur: Deutschland bei Gasversorgung in besserer Situation als vor einem Jahr
Netzagentur: Deutschland bei Gasversorgung in besserer Situation als vor einem Jahr / Foto: © AFP/Archiv

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sieht Deutschland mit Blick auf den bevorstehenden Winter bei der Gasversorgung in einer günstigeren Situation als vor einem Jahr. "Wir sind schon optimistisch und wir sind besser vorbereitet als im Vorjahr", sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). Dies liege daran, "dass die Industrie konstant deutlich weniger Gas verbraucht und dass wir auch beim Einspeichern und beim Diversifizieren der Beschaffung besser sind", betonte er.

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"Deshalb können wir einen normalen und auch einen leicht kalten Winter bei einem sparsamen Umgang mit Gas bewältigen", versicherte der Bundesnetzagenturchef. Seinen Angaben zufolge ist in der Industrie eine Einsparung von etwa 20 Prozent zu erkennen. Dies sei auf technische Innovationen und Modernisierungen sowie Energieeffizienzmaßnahmen zurückzuführen.

Zudem gebe es Unternehmen, die einen "Brennstoffwechsel" umgesetzt und Gas durch Öl ersetzt haben. "Es ist allerdings auch bittere Realität, dass es Firmen gibt, die mit den aktuellen Gaspreisen keine wettbewerbsfähige Produktion aufrechterhalten können", sagte Müller. Ferner gingen auch private Haushalte bewusster mit der Heizung um.

Er rief dazu auf, Energie weiter sparsam zu nutzen. Auch für den kommenden Winter gelte: "Niemand soll frieren. Aber zugleich bleibt es wichtig, dass die Menschen sich genau überlegen, welcher Verbrauch sich einsparen lässt", sagte Müller.

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hatte am Mittwoch vor einer erneuten Explosion der Energiepreise im kommenden Winter gewarnt und eine Verlängerung der aktuell geltenden Gas- und Strompreisbremsen gefordert. "Die Gaspreisbremse ist ein wichtiges Instrument, um die Menschen vor den Härten der Energiekrise zu schützen", sagte Grimm der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Falls die Länder, die immer noch von Russland beliefert würden, im Zuge der Entwicklungen des Kriegs in der Ukraine von der Gasversorgung durch Russland abgeschnitten würden, könnte es wieder zu heftigen Preisanstiegen kommen, warnte sie. Die Energiepreisbremsen sollten deshalb "als Versicherungsinstrument bis Ende April 2024 verlängert werden", forderte Grimm.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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